Die folgende Arbeit ging der IGZAB vom Verfasser Ergo des damaligen Leserbriefs „Zurück
zur Logik“ zu. Dem Webmaster ist der Name des Verfassers, der anonym bleiben will,
bekannt. Er hat aus den Schilderungen auf dem Forum und seinen weit zurückreichenden
BT-Erfahrungen mit medizinischem Grundlagenwissen ein Brummton-Modell erarbeitet. Da er Ende 2002 seinen BT beenden konnte, gibt er abschließend Ratschläge zur Beseitigung des BTs. Hier seine ausführliche Darstellung, die von der IGZAB ohne Stellungnahme oder Wertung veröffentlicht wird :

Das Brummtonmodell von Ergo
Allgemeine Frage: Warum ist dem Brummtonphänomen so schwer beizukommen?
Die Antwort darauf ist ganz einfach: Der Brummton (BT) ist nicht die
Auswirkung einer Ursache, sondern die Entstehung des Brummtons ist
multifaktoriell und komplex. Obwohl Akustik (Schall) ein Teilgebiet der
Physik ist, können aus einer solchen Sicht weder die Zusammenhänge erkannt
noch das Problem gelöst werden. Grundsätzlich handelt es sich um ein
medizinisch-neurologisches Problem mit pharmakologischen und akustischen
Komponenten. Es ist sogar so, dass sich jede Komponente nicht nur von denen
weiterer Betroffener unterscheidet, sondern auch stündlich, täglich und
nächtlich verändern kann.

1. VORWORT:
Zur Legitimation meiner Thesen will ich vorab erwähnen, dass ich
insbesondere in den Jahren 2000 bis 2002 im Zusammenhang mit BT, Tinnitus,
Muskelvibrationen, Herz-Hyperaktivität und mit meinem ersten BT im Jahr
1980 insgesamt 12 verschiedene Symptome jeweils mehrfach an mir selbst
beobachten konnte. Diese waren glücklicherweise nur kurz und in größeren
unregelmäßigen Abständen gewesen. Dadurch haben sich einzelne Wahrnehmungen
bestimmten Ursachen retrospektiv gut zuzuordnen lassen. Durch gezielte
Wiederholungen, und mehrfach auch ohne mein Wissen ausgelöst, wurden die
Zusammenhänge eindeutig belegt.

Die Ursache meines BTs im Jahr 1980 habe ich durch systematische
Überlegungen nach wenigen Wochen beseitigen können. Der Auslöser für den
damaligen BT war ein Desinfektionsmittel gewesen, das ich regelmäßig als
Zahnarzt in meiner Praxis benutzt habe. Der BT verschwand, nachdem ich
dieses Mittel gegen ein anderes ausgetauscht hatte. Damals habe ich nach
Monaten den BT mit dem ursprünglichen Mittel gezielt wieder auslösen
können.

Seit ca. 1998 begleitet mich im linken Ohr Tinnitus und seit 2001 habe ich
in der linken Wade ständig ein schwaches Vibrieren gespürt, das sporadisch
im Abstand von Wochen jeweils kurz in einem anderen Muskel zusätzlich
wahrnehmbar war. Zeitweise waren beide Beine gleichzeitig betroffen
gewesen. Es hat sich tatsächlich so angefühlt, als ob der Boden vibriere.
Anwesende konnten dies aber nicht bestätigen. Natürlich hat der Boden nicht
vibriert. Dass es sich hier um Täuschungen gehandelt hat, davon konnte ich
mich nach einigen Stunden selbst überzeugen, wenn nur noch ein Bein schwach
vibrierte.

Durch ganz spezielle akustische Signale (meist Schall von Motoren und evtl.
auch von Propellern ausgehend) wird bei mir rechts (meine frühere BT-Seite)
auch heute noch das von Wombattl und Gimmel beschriebene Stakkato-Zucken im
Ohr erzeugt. Sobald das auslösende Geräusch etwas schwächer wird,
verschwindet das Zucken ohne Speichereffekt sofort wieder. Die Frequenz der
Zuckungen lässt sich von Null bis ca. 5n/s durch eine relativ geringe
Lautstärkeänderung beeinflussen. Die Bewegung des Kopfes um wenige
Zentimeter genügt schon.

Im Bereich des rechten Ohrs (BT-Seite) waren früher sechs verschiedene
Symptome zu unterscheiden. Zusätzlich kann ich auch heute noch, allerdings
nur im linken Ohr (Tinnitusseite), für ca. eine Sekunde willkürlich einen
BT erzeugen. Der Ton entsteht auch bei einem unterdrückten Gähnen und hört
sich wie das Schnurren einer Katze an.

Durch einen mehr zufälligen Selbstversuch konnte ich feststellen, dass das
Trommelfell bei dem willkürlichen Brumm schwingt. Außerdem kommt es
zeitweise dazu, dass bei dem willkürlichen Brumm das Trommelfell jeweils
knistert oder 2-mal knackt. Es ist anders als das Öffnen der Eustachischen
Röhre. Daraus ist zu schließen, dass die Schwingungen durch Bewegungen des
Musculus tensor tympani (Trommelfellspanner) erfolgen. Nicht ganz so
wahrscheinlich sind auch der Musculus stapedius und der Musculus tensor
veli palatini, der die Eustachische Röhre zum Druckausgleich öffnet.
Dieser Muskel war bei mir in 2002 auch schon von Muskelvibration betroffen
und erzeugte nachts einen BT, dessen Ausgangspunkt mir etwas unterhalb
(kaudal) des Ohrs zu liegen schien.
http://www.dalaerm.de/wett2001/wb002/schutzeinrichtung.htm
http://www.dalaerm.de/wett2001/wb002/mittelohr.htm

Ca. 1975 hatte ich für drei Tage ein störendes Zucken im rechten
Augenwinkel, das sich durch chiropraktisches „Einrenken“ der
Halswirbelsäule sofort und dauerhaft beseitigen ließ.
Geophysikalisch übertragenen Schall aus einer Schreinerei (Hobelmaschine
ca. 30m entfernt) lernte ich auch kennen. In einem Zimmer habe ich an ganz
bestimmten Stellen die Maxima der stehenden Welle (Resonanz der Raumluft)
auf wenige Zentimeter genau lokalisieren können. Hierbei hat es sich also
nicht um den „echten“ individuellen BT gehandelt, den die IGZAB vorrangig
klären und beseitigen will.

Viele glauben nur das, was sie mit den eigenen Augen sehen oder was
fasziniert. (GSM-Antennen, Infraschall) Jeder legt sich eine eigene Theorie
zurecht, selbst wenn sie allen Naturgesetzen widerspricht. Zumindest gibt
sie ein beruhigendes Gefühl. „Wir sind eine Sinngebungsmaschine“
http://www.igzab.de/Wissen/Randnotizen/randnotizen.html

Die Veränderung der Umwelt durch Sendeantennen ist unübersehbar und scheint
naheliegend. Im September 2004 habe ich 3 Tage mit 2 Übernachtungen in
Garmisch verbracht. Am 2.Tag habe ich festgestellt, dass sich schräg
oberhalb des Zimmers ca. 8 Meter entfernt eine GSM-Antenne befindet. Ich
habe mich dieser intensiven gepulsten! Strahlung ohne Abschirmung zwei
Nächte lang ausgesetzt und habe während des gesamten Aufenthalts und auch
anschließend nicht den geringsten BT bemerkt.

Ich verfolge das Forum seit 2001. Auf dem Forum wurde vor kurzer Zeit von
der Wichtigkeit von Falsifikationen in der Wissenschaft gesprochen. Genau
genommen besteht das Forum seit 2001 nur aus Falsifikationen. Obwohl manche
von einer Besserung des BT-Geschehens in letzter Zeit berichten, können sie
keine ursächliche Veränderung feststellen. Was wir brauchen, sind
Verifikationen. Diesem Zweck soll meine Arbeit dienen.

Fünf Gründe haben nach meiner Ansicht eine Klärung des BTs bisher
verhindert. 1. wird der BT von außen gehört. Das ist ein Charakteristikum
des BTs. 2. wird der BT auf dem Forum als technisch-physikalisches Problem
betrachtet. 3. gibt es bei subjektiver Stille tatsächlich fast überall
geringe messbare objektive Umgebungsgeräusche. 4. werden diese objektiven
Töne mit dem BT verwechselt. 5. weiß offenbar kaum jemand, dass ein Ohr
auch selbst Töne erzeugen kann. Daher suchte man den individuellen BT immer
außerhalb des Kopfes, aber dort kann man den BT nicht finden, denn
grundsätzlich handelt es sich um ein medizinisches Problem.

Der überwältigende Anteil der Umweltveränderungen besteht nicht aus
Sendemasten, für die überhaupt noch keine schädliche Beeinflussung
wissenschaftlich festgestellt wurde. Wenn überhaupt, dann würden sie nach
der Dosisgröße von TV-Sendern und dem Nahfeld von Handys selbst ausgehen.
Nachfolgend eine umfangreiche Zusammenfassung von 200 wissenschaftlichen
Studien zur Wirkung von Handys, GSM-Antennen und TV-Sendern auf Menschen.

Zusätzlich ein Nachtrag von 2004:
http://131.152.226.42/Haupt/Forsch.html
Wenn seit Jahren Infraschall, Schumannwellen, EM-Strahlung, RADAR,
Mindcontrol?, Pest-Clear, Handys, DECT, Trafostationen, Netzstrom,
Stromzähler, Wetter, Überlandleitungen, Luftfeuchtigkeit, Windrichtung,
Gasleitungen, U-Bahn, Erdbeben, Chemtrails, Autos, Mondphasen,
Gravitationswellen, Sonnenflecken, Sonnenwind, Nordlicht usw. keine einzige
reproduzierbare Korrelation ergeben hat, sollte man sich fragen, ob es ein
Gebiet geben könnte, über das noch nicht gestritten wurde.
Die Gefahr geht im unsichtbaren Bereich von den zahllosen biochemischen und
neurotoxischen Belastungen aus. Sie sind nicht 100 Meter weit von uns
entfernt und werden auch nicht durch „Strahlung“ übertragen, sondern sie
sind direkt in uns und sie sind mit empfindlichen Analysegeräten in jedem
Bissen unserer Nahrung nachweisbar.
http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m53.htm
http://www.3sat.de/3sat.php?http://www.3sat.de/hitec/magazin/62847/index.html

Es gibt Millionen von Geschädigten, die zu Allergikern und durch
Nervenschädigungen krank, arbeitsunfähig und zu Krüppeln wurden.
http://gruppen.greenpeace.de/aachen/lebensmittel.html
http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0205/27_pestizide.htm

Ein ganz neuer Link:
http://onleben.t-online.de/c/54/43/31/5443312.html
Es könnte der Eindruck entstehen, ich sei engagierter Umweltschützer. Das
ist nicht so. Ich fühle mich auf vielen Gebieten der Naturwissenschaften
wohl. Insbesondere Physik und Elektronik. Obwohl Chemie nicht so ganz mein
Ding ist, habe ich mich für unsere gemeinsame Aufgabe, nämlich durch die
Beobachtungen meines BT gezwungenermaßen wieder in Physiologie, Biochemie
und Pharmakologie etwas eingearbeitet.

Es bedurfte im Jahre 2002 schon einiger Aha-Effekte, bis mir die komplexen
Zusammenhänge mit dem BT klar wurden. Ich hoffe, mit den genannten Links
überzeugende Belege zu liefern. Nach ca. 400 durchgearbeiteten oder
überflogenen Links ist das nachträgliche Zuordnen nicht mehr ganz so
einfach. Etliche Links musste ich jetzt nach ca. 2 Jahren löschen oder
durch weniger gute ersetzen, da die ursprünglichen Sites nicht mehr
existieren. Durch meine Recherchen und den daraus entstandenen Überlegungen
konnte ich in zwei Phasen mein Muskelvibrieren, die Herz-Hyperaktivität und
BT-Wahrnehmungen Ende 2002 beseitigen. Nur nach Unachtsamkeiten kommt der
BT mal kurz wieder.

Nach mehreren Monaten Ruhe habe ich den BT 2003 gezielt wieder provoziert.
Es dauerte vier Stunden bis die Wade und das Herz wieder spürbar aktiv
wurden. Der BT braucht jeweils etwas länger. Diese Tests habe ich
gelegentlich mit der gleichen Reaktion wiederholt. Mehrfach wurde ich auch
ohne mein Wissen von diesen Stoffen überrascht.
Vielfach verschwindet der BT während des Urlaubs. Bei mir trat er nach ca.
16 Monaten BT-Pause jedoch während meines Österreich-Urlaubs im August 2004
zweimal wieder auf. Im Abstand von einer Woche und durch zwei gleiche
Ursachen wurde er wieder ausgelöst. Die beiden Ursachen waren eindeutig
zuzuordnen. Ich hätte es wissen können, hatte aber nicht mehr daran
gedacht. Es war erneut die Bestätigung meines nachfolgend vorgestellten
Modells. Ich bin daher recht zuversichtlich, dass mein BT-Modell einigen
der vom individuellen BT Betroffenen zumindest zur Linderung verhilft.
Nach den Beschreibungen einzelner Betroffener haben diese nach meiner
Einschätzung leider Tieftontinnitus (Ttt). Anfang Nov.2004 hatte ich
plötzlich selbst im linken Ohr zusätzlich zum normalen Tinnitus noch
Tieftontinnitus. Ich habe sofort durchblutungsfördernde Maßnahmen
eingeleitet, wodurch der Ttt nach 3 Tagen wieder verschwand. Nach längerer
Zeit sind die Chancen einer Beseitigung leider sehr gering. Das Diagramm 8
des gemeinsamen Experiments vom Februar 2005 deutet wegen des geraden
Verlaufs sehr stark auf Tinnitus hin. Ob es sich tatsächlich um einen
tiefen Ton gehandelt hat, ist natürlich nicht ersichtlich.

Mein nachfolgend beschriebenes Brummtonmodell habe ich nur entwickeln
können, weil ich die an mir selbst wahrgenommenen Symptome, die z.T. auch
recht unmerklich waren, mit medizinischem Grundlagenwissen in Verbindung
brachte. Wenn ich nicht auf dieses Thema geeicht gewesen wäre, hätte ich
einige Symptome sicher nicht beachtet oder keinen Zusammenhang entdeckt.
Ich habe aber nicht nur meine Situation in dem Modell berücksichtigt,
sondern auch versucht, die weiteren Schilderungen anderer Betroffener
einzuarbeiten. Ich habe viele mögliche Zusammenhänge gefunden und
beschrieben, die nicht bei jedem BT-Betroffenen beteiligt sein müssen, oder
völlig unzutreffend sein können.

Wichtig ist es auch, die entdeckten Zusammenhänge in Zweifel zu ziehen. Das
habe ich oft getan, ich wurde aber immer wieder von den Symptomen und auch
von Veröffentlichungen bestätigt, die ich im Web entdeckt habe.
Manchmal ist die Lösung ganz naheliegend, nur wird nicht genug beobachtet.

Man beachte besonders das Beispiel:
http://www.praxisgarbers.de/page17.htm

2. EINLEITUNG.
Die Veröffentlichung meines Leserbriefs "Zurück zur Logik" war Anfang 2002.
Dort beschreibe ich meine grundlegenden Beobachtungen und Gedanken zur
Entstehung des Brummtons (BT). In dem Leserbrief habe ich allgemein mehrere
„Schadstoffe“ als mögliche Ursachen des BTs angegeben. Inzwischen kann ich
sie präzisieren, obwohl sie nicht als Schadstoffe im üblichen Sinn gelten.
Zunächst sind im Zusammenhang mit dem BT mindestens 6 mögliche
Wahrnehmungsqualitäten gegeneinander abzugrenzen:

2.1 Der "echte" BT, um dessen Aufklärung sich die IGZAB bemüht. Er ist ein
individueller Brummton, der hauptsächlich nachts vorhanden und auf zunächst
unerklärliche Weise inkonstant ist. Er wird außerhalb des Kopfes empfunden,
ist aber nicht lokalisierbar und wurde bisher von keinem Mikrofon
nachgewiesen. Der BT lässt sich durch Hintergrundgeräusch sogar
unterdrücken. Wenn man genau aufpasst, verstummt er für knapp eine Sekunde,
wenn man mit den Fingern vor dem Ohr schnippt oder einen Finger schnell am
Ohr vorbeibewegt, wobei die Ohrmuschel kurz getroffen wird.

2.2 Tinnitus; hoher Pfeifton, grillenartig, morsend oder
Schmalbandrauschen.
Meistens kein reiner Ton, sondern er besteht aus einem schmalen Spektrum,
eine Art „Tonwolke“, die im Kopf zumindest einseitig wahrgenommen wird.

2.3 Tieftontinnitus (Ttt): Er ist ein ständiger und gleichmäßiger in der
Lautstärke sehr konstanter Brummton. Ttt hört sich fast wie der BT an, ist
im Gegensatz dazu aber auch tagsüber gleichmäßig laut hörbar und lässt sich
durch Umgebungsgeräusche, Ortswechsel, Stöpsel oder Manipulationen am Ohr
nicht beeinflussen. Ein Unterscheidungsmerkmal ist nur, dass Ttt im Kopf
empfunden wird. (Tiefton)Tinnitus passiert eben nicht die Hörbahn. Leider
sind die Beobachtungen solcher Betroffener für die Aufklärung des echten BT
ungeeignet, da die Entstehung hierbei nicht dem BT entspricht.

2.4 Muskelvibrationen (RLS-vergleichbar) z.B. des Musculus tensor veli
palatini und auch der Kaumuskulatur.

2.5 Muskelvibrationen der Gliedmaße (RLS) mit dem Gefühl von
Bodenvibrationen. Die RLS tritt hauptsächlich bei Müdigkeit und während des
Schlafs auf.

2.6 Brummtöne von Industrieanlagen oder häuslichen technischen
Einrichtungen. Brummen, das aus der Umgebung kommt und mit beiden Ohren
auch von weiteren Anwesenden hörbar ist, wird durch Ohrstöpsel
abgeschwächt. Die Übertragung kann sowohl über die Luft als auch
geophysikalisch erfolgen. Hörbar werden die Töne in Gebäuden hauptsächlich
durch Resonanz der Raumluft. Für solche Situationen sind Gewerbeämter und
Umweltämter zuständig, wenn der Ton nicht aus dem Haus selbst stammt.

2.7 Das Strömungsgeräusch des Blutes ist bei hohem Blutdruck unter
bestimmten Umständen rauschend und synchron zum Herzschlag pulsierend
hörbar.

Meine Ausführungen beziehen sich fast nur auf den individuellen BT, der bei
der IGZAB als „der echte BT“ bezeichnet wird. Wenn er gerade aktiv ist, wird
er in allen stillen Räumen dann meistens moduliert gehört. Wenn allerdings
bei der Wanderung durch die Räume Geräusche entstehen (z.B. Tür- oder
Fensteröffnung), wird er vorübergehend abgeschwächt. Durch das Einsetzen von
Ohrstöpseln lässt er sich nur kurz verändern. Jedoch wird er bei
entstehendem Luftstaudruck im Gehörgang (Handfläche auf das Ohr pressen) für
die Dauer des Überdrucks leiser. Dies wird auch durch den Druck und die
Impedanz der Wassersäule erreicht, wenn der „Kopf unter Wasser“ kommt.
Der BT ist vereinzelt vor Jahrzehnten schon beobachtet worden. Er hat sich
in den letzten Jahren zunehmend bemerkbar gemacht. In der Öffentlichkeit
ist es ein relativ neues Phänomen, das trotz mehrjähriger intensiver
Aktivität der IGZAB und einiger Medien nur langsam publik wird. Da der BT
auch bei HNO-Ärzten unzureichend bekannt ist, wird er meist mit der
Diagnose Tinnitus belegt. Tinnitus ist der Oberbegriff für alle
Ohrgeräusche, auch für den BT. Dieser unterscheidet sich grundlegend von
den bislang bekannten Ohrgeräuschen. Aber auch die HNO-Ärzte, die vom BT
gehört und sich damit beschäftigt haben, bringen ihn analog zu Tinnitus mit
„den Nerven“ in Verbindung. Nach meiner Meinung ist das mit den Nerven
schon richtig, aber die Entstehungsweise, Empfindung und die
Beeinflussbarkeit des BTs unterscheiden sich (nicht nur nach meiner
Erfahrung) fundamental von üblichem Tinnitus.

Wie aus einer Presseveröffentlichung hervorgeht, hat der massiv vom BT
betroffene Matthias Mayer bestätigt: „Klar ist, dass das Brummen nicht den
üblichen Weg mittels Luftschall zum Trommelfell nimmt“. Da kann ich nur
zustimmen.

Um die Hypothese der BT-Entstehung durch elektromagnetische Einstrahlung
auszuschließen, hatte ich in meinem Lesebrief Betroffenen den Besuch eines
HF-toten Raumes empfohlen. Wie zu lesen ist, haben sich Matthias Mayer und
weitere Betroffene unabhängig voneinander solchen Tests unterzogen. Die
Ergebnisse haben bestätigt, dass die Abschirmung elektromagnetischer
Strahlung den BT nicht verändert.

Der eigentliche zentralnervöse Ausgangspunkt der Brummentstehung wurde
bisher weder benannt noch beschrieben. Aus neurobiologischer Sicht sind
viele Bereiche des Gehirns aus einer begrenzten Zahl von Neuronenarten
aufgebaut. Jedes Neuron erfüllt eine bestimmte Aufgabe nach dem
Ortsprinzip. Die frequenzcodierten Signale z.B. am Hörnerv und Sehnerv und
weiteren Nervenbahnen gleichen sich so sehr, dass sie selbst von
Spezialisten nicht zu unterscheiden sind. Ein Hirnforscher hat einmal
vereinfachend gesagt: Wenn man mikrochirurgisch den Sehnerv und Hörnerv
vertauscht verbinden könnte, würde man bei einem Gewitter erst einen Ton
und dann eine Lichterscheinung wahrnehmen.

Für unser IGZAB-Ziel sehe ich z.Zt. die einzig weiterführende Methode
darin, bekannte und vergleichbare Forschungsergebnisse aus anderen
Hirnarealen als Analogismen auf den unerforschten Bereich des BT zu
übertragen und zu einem Modell zu kombinieren. Meine Rechercheergebnisse
stammen aus den Bereichen der Neurophysiologie, Hirnforschung, Epilepsie,
Endokrinologie, Schmerzforschung, Augenmotorik und des
Hyperaktivitätssyndroms.

Im April 2002 erhielt ich wertvolle Hinweise für meine BT-Logik, als ich in
dem Buch „Das Gehirn und seine Wirklichkeit“ des Neurobiologen und
Hirnforschers Prof. Gerhard Roth auf die Beschreibung triggerbarer
Speichereffekte (Langzeitpotenzierung = LTP) im ZNS aufmerksam wurde. Roth
berichtet, dass die Dauer dieser Speicherung mit gesteigerter
Nervenreaktion von Stunden bis zu ca. 2 Tagen betragen kann. Es handelt
sich um einen von BT-Betroffenen oft beobachteten Speichereffekt. Zumindest
unterhält er den von Wombattl zuerst beschriebenen akustisch ausgelösten
Nachbrumm (NB).

Schlagartig wurde mir auch während einer ZDF-Sendung Abenteuer Wissen der
Einfluss hormonartig wirkender Substanzen auf neuronale Strukturen und
insbesondere auf das ZNS klar. Nein, es geht nicht um die Abenteuer-Wissen-
Sendung über den Brummton, die viele von euch gesehen haben. Es handelt
sich um die Folgesendung vom 09.10.2002 mit dem für uns bezeichnenden Titel
„Werden wir heimlich verändert?“. Wer diese Sendung nicht gesehen hat, kann
sie im Web fast wörtlich nachlesen. Insbesondere sind die Beiträge über
Hormone und hormonartig wirkende Substanzen erschreckend. Die Sendung
selbst war natürlich wesentlich beeindruckender als im Web.

Besonders im Hinblick auf den BT sind diese zwei ZDF-Sites wichtig:

a. Wirkung hormonartiger Substanzen und
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,2017220,00.html

b. Umweltgifte in der Nahrung.
http://www.bgvv.de/cm/208/nonylphenol_spuren_hormonell_wirksamer_stoffe_in_
lebensmitteln.pdf
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,2017949,00.html

Außerdem zum gleichen Thema:
http://www.fz-juelich.de/oea/PM2002/2002-15-Nonylphenole.html
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/psview?document=1999/bauverm/5&format=1
http://www.unicom.unizh.ch/magazin/archiv/3-96/fruchtbarkeit.html
http://www.vobs.at/bio/human/h-toxisch-1.htm

Ein TV-Beitrag vom 20.02.2004 beschreibt die in den letzten Jahren
zunehmende Belastung der Umwelt durch Stoffe, die in die Nahrungskette
kommen, sogar in das Trinkwasser gelangen und bei Mensch und Tier massiv in
den Hormonstoffwechsel eingreifen.
http://www.3sat.de/hitec/magazin/62847/index.html
http://www.3sat.de/hitec/magazin/62850/index.html
http://www.trinkwasserspezi.de/Medikam.htm
http://www.wwf.at/downloads/TagungsbandWasserreich.pdf

Wasserqualität und Schadstoffe; hormonartig wirkende Substanzen; Tenside.
http://www.ano.de/wasser/tbj-h2o.htm#fremdstoffe
http://home.arcor.de/jodkrank/Trinkwasser/trinkwasser.html
http://www.praxisgarbers.de/page46.htm

In einem Bericht wurde erwähnt, dass die Forscher noch rätseln, wie solche
Nonylphenole in hochgelegene Alpenseen gelangen. Ich nehme an, es sind
Wanderer/Bergsteiger, die sich an den Seeufern mit Flüssigseife waschen,
die sie im Rucksack mitbringen.

Gefahrstoffdatenbank mit ca. 24000 Stoffen.
http://www.gefahrstoff-info.de/

Weitere Links zu vielen Umweltthemen:
http://www.umwelt.org/links/index.htm
http://www.bayern.de/lfu/

Die Funktionen des Gehirns beruhen auf biochemischen Reaktionen.
Insbesondere besteht normalerweise schon eine starke Wechselwirkung
zwischen Gehirn und Hormonen.
http://www.netschool.de/ler/lerzit3.htm
http://www.medizin.unikoeln.de/kliniken/kinder/neuro/documents/neuroendo/toc.html

Entsprechend lassen sich auch die Gehirnfunktionen pharmakologisch
beeinflussen und so stören, dass die Funktion mancher Motoneurone außer
Kontrolle gerät, wodurch nach meiner Meinung über eine solche Fehlsteuerung
der BT ausgelöst wird.

Allgemeine „moderne“ Beeinflussbarkeit des Gehirns, nicht auf den BT
bezogen:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/622530
http://www.egbeck.de/skripten/12/bs12-32.htm

Prof. Singer: „Warum reagiert das Gehirn so empfindlich auf toxische
Substanzen ?“ Link nicht mehr existent!
Mehr als 850 Chemikalien wurden als Substanzen ermittelt, die nachweislich
neurologische Verhaltensstörungen verursachen können.
http://www.abekra.de/Mitglieder/Mitgliedsbereich/Merz.pdf
http://www.anatomie.net/Unterricht/Vorlesung/Neurone-eBook.pdf
http://www.a1b2c3.com/drugs/pictures/add01.htm

Diese Beispiele sollen nur die Empfindlichkeit bzw. Beeinflussbarkeit des
ZNS zeigen, wobei beim BT weniger toxische sondern mehr hormonelle Faktoren
aktiv sind.

3. Das Brummtonmodell.
Obwohl das Forum auf den ersten Blick nur Falsifikationen gebracht hat, ist
dies zusammen genommen eine 100-prozentige Verifikation! Diese wurde auch
durch das gemeinsame Experiment vom Feb.2005 bestätigt und lautet: Es gibt
praktisch für die Parameter Zeit, Intensität und Frequenz des BTs keine
Übereinstimmung zwischen den Betroffenen, und wenn doch, ist es reiner
Zufall. Die Schlussfolgerung ist: Der BT muss eine individuelle Angelegenheit sein. Es ist Unfug, an einen deutschlandweiten Umweltton zu glauben. Darauf muss ein Modell aufbauen und sonstige allgemeine Auslöser des BTs zusätzlich berücksichtigen.

Sowohl die auf dem Forum geschilderten BT-Erfahrungen und meine eigenen
Wahrnehmungen als auch die vielfältigen im ZNS stattfindenden Prozesse
ließen sich zu einem Modell zusammenführen. Aber Anregung des BTs durch
Töne und gleichzeitig erforderliche Stille widersprachen sich. Dieser
Komplementäreffekt wurde ja schon oft angesprochen. Bei der Zuordnung der
bekannten Beobachtungen ergibt sich ein logischer Schnittpunkt in einer
bestimmten zunächst modellhaften Struktur des ZNS.

Auch wenn meine Ausführungen keinen wissenschaftlichen Anspruch erheben
können, sollte man sich trotzdem der bewährten wissenschaftlichen Methode
der Modellerstellung bedienen. Wohlgemerkt ist ein Modell kein Beweis. Es
kombiniert lediglich weltweit vielfach beobachtete und zunächst
unerklärliche Phänomene des BTs mit bekannten naturwissenschaftlichen und
hier speziell medizinischen Grundlagen. Ein Modell wird aus Beobachtungen
entwickelt und dient als gedankliche Basis für Versuche.
Anschließend werden die Thesen nicht durch fanatische Missfallenskundgebungen oder endlose naive Diskussionen entkräftet, sondern nur durch Ergebnisse gezielter Experimente, die üblicherweise einem Modell direkt folgen.

Das gut gelungene gemeinsame Experiment vom Februar 2005 (Lob und
Anerkennung meinerseits!) hat ja schon gezeigt, dass es keine übergeordnete
koordinierende Auslösung gibt (z.B. HAARP). Und es hat gezeigt, dass auch
sehr einfache Experimente funktionieren können, wenn sich einige Leute
endlich einig werden. So kann jeder Betroffene ohne Aufwand meine unter
Punkt 13 gezeigten Vorschläge zur Bekämpfung des BTs bei sehr geringen
Kosten erproben.

In der Wissenschaft zählen nur Ergebnisse von Experimenten, Gegenbeweise,
Reproduzierbarkeit und statistische Auswertungen. Ich habe die
Zusammenhänge an mir mehrfach positiv getestet. Auch wurde ich ohne mein
Wissen in unterschiedlichsten Zeitabständen davon überrascht. Worum es nun
geht, ist die Reproduzierbarkeit bei euch.

Zur besseren Verständlichkeit sind meine Thesen nicht immer im Konjunktiv
verfasst, selbst wenn sie nicht allgemein bewiesen sind.
Zur Übersicht und zur Vermeidung von Missverständnissen eignet sich ein
Bild. Für die weitere Besprechung wäre es hilfreich das Bild zu drucken.

Bild 1

Es folgen die Thesen:

3.1 Jeder Betroffene mit dem individuellen („echten“) BT glaubt zumindest
anfangs, der BT käme von außen. Mir ging es 1980 auch so. Wenn man den BT
immer und überall von außen hört, kann etwas nicht stimmen. Selbst eine
Sirene ist nach ca. 5 km nicht mehr zu hören. Auch hören andere Personen
den BT nicht, während man selbst den Ton hört. Auch im absolut stillen
geparkten Auto hörte ich den BT. Dieser Eindruck ist das perfekte Beispiel
einer akustischen Täuschung. Der BT kann nur im Ohr selbst sein. Das Wesen
von Sinnestäuschungen ist, dass das Gehirn momentane Wahrnehmungen mit
erlernten Mustern (Erfahrungen, gespeichert in den kortikalen Karten) zu
einem „logischen Ganzen“ ergänzt, das nicht immer der Realität entspricht.

3.1.1 Grundlage der Entstehung des individuellen („echten“) Brummtones sind
die besonderen Eigenschaften von Neuronen. Die Informationsübertragung
erfolgt durch frequenzcodierte Übertragung sensorischer Informationen oder
Einzelimpulse bei Interneuronen zur Bestätigung bestimmter
Dekodierungsbedingungen. Diese Schwingungen entsprechen nicht harmonischen
Sinusschwingungen, sondern wie bei allen Neuronenaktivitäten den
Kippschwingungen. Wie dieser Name schon vorgibt, beruhen diese Schwingungen
auf einer gewissen Instabilität des Zustandes. Die Besonderheit ist, dass
diese Schwingungen in der Frequenz recht variabel sind und natürlicherweise
bis Null herunter gehen können. Diese Neurone bleiben also für eine
unbestimmte Zeit ohne Aktivität.

3.1.2 Im Gegensatz zu Tinnitus handelt es sich bei der Entstehung des BTs
im ZNS um Veränderungen im neuromotorischen System. (Nerven, die Muskeln
ansteuern). Dies ist zugleich der endogene Anteil des BT-Problems.

3.1.3 Einzelne gestörte Neurone von vielen im motorischen Kern des Musculus
tensor tympani bilden den eigentlichen Oszillator (Schwingungserzeuger)
oder besser ausgedrückt Taktgeber des Brummtons. Dieser Takt ist relativ
konstant und entsteht in Neuronen, die Triggerneuronen entsprechen. (Um 70
Hz)
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/briede/diplomarbeit/122.html

3.1.4 Die Output-Funktionen des ZNS laufen (neben Hormonproduktion und
Wärmeregulation) fast vollständig über das umfangreiche neuromotorische
System ab.
http://www.vankuyen.net/brain/chapter05_motor.htm

Unruhige Beine (RLS) und innere Unruhe sind auf lokale Störungen dieses
Systems zurückzuführen. Da individuell mit dem BT-Problem auch solche
Hyperaktivitätsstörungen der Muskeln zu beobachten sind, ist davon
auszugehen, dass auch der BT auf neuromotorische Störungen zurückzuführen
ist, wobei für beide Problembereiche die zentralnervösen Mechanismen
vergleichbar und die auslösenden Faktoren individuell gleichartig wirksam
und einzelne eventuell identisch sind.

3.1.5 Ausgangspunkt der Schwingungen ist die unnatürliche Aktivität dieser
Motoneurone. Solche Kippschwingungen lassen sich relativ leicht durch
Veränderung der Depolarisationsschwelle und zusätzliche afferente Signale
auslösen. Bei dem BT ist das Problem, dass einzelne Neurone zu einer Zeit
aktiv werden, zu der sie normalerweise ruhen. Bei Nerven spricht man von
Spontanaktivität und bei den so angesteuerten Muskeln von Ruhetremor. Ganz
wichtig ist, dass bei Aktivierung der Muskeln (willkürlich oder
reflektorisch) der Ruhetremor schwindet.
http://www.neuro24.de/trmordas_erbliche_zittern.htm
http://www.hessenweb-kreation.de/medwort/2423.htm
http://www.ims.unistuttgart.
de/phonetik/joerg/sgtutorial/glossardata/tremor.html
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/tremor.html

3.1.6 Der Musculus tensor tympani und der Musculuc stapedius stehen
mechanisch über die Gehörknöchelchen mit dem Trommelfell in Verbindung. Da
die Brummfrequenz im Fall dieser Muskeln erfahrungsgemäß im Bereich von ca.
60-80 Hz liegt, sind diese Vibrationen im Ohr logischerweise hörbar. Die so
im Mittelohr quasi schallgewordene Ruheaktivität durchläuft den ganz
normalen Weg der Hörbahn und wird daher als von außen kommender natürlicher
Brummton empfunden, da es die generelle Erfahrung des Ohrs ist, dass Schall
immer von außen kommt.

In meinem Leserbrief „Zurück zur Logik“ habe ich 2002 diese Kausalkette
schon probagiert, weil ich keinen anderen plausiblen Lösungsansatz sah.
Inzwischen habe ich Sites gefunden, die meine Theorie bestätigen. Hier
werden Ohgeräusche genannt, die nicht von dem Herzschlag, sondern von der
Muskulatur im Mittelohr stammen.
Siehe Punkt 1. Objektive Ohrgeräusche: Tinnitus ist Oberbegriff für alle
Ohgeräusche! Der übliche Tinnitus ist subjektiver, nicht nachweisbarer
Tinnitus. Der BT entspricht objektivem Tinnitus!
http://www.medizinmedien.
info/dynasite.cfm?dssid=4133&dsmid=59317&dspaid=395515

„Beim extrem selten auftretenden, objektiven Tinnitus bestehen
Ohrgeräusche, die auch vom Untersucher mit bloßem Ohr oder
Auskultationsschlauch gehört und mit geeigneten Verfahren
registriert werden können. Verursacht werden sie durch abnorme
Strömungen in Blutgefäßen oder durch Muskelaktionen“.

Auch Krämpfe dieser Ohrmuskeln sind hörbar:
Man beachte besonders den Abschnitt Vorsicht Phantomgeräusch:
http://www.wissenschaft-online.de/artikel/613108

„Die Hörempfindung entsteht durch körpereigene Schallquellen,
beispielsweise durch verengte Blutgefäße oder
Muskelverspannungen. Diese verursachen ein reales Geräusch,
das die Sinneszellen im Innenohr anregt und das sich mit
hochempfindlichen Mikrofonen am Ohr messen lässt“
Objektiver Tinnitus nicht pulsatil (nicht Puls des Blutes):
http://www.neuro24.de/tinnitus.htm

Das Problem eines solchen medizinischen Nachweises beim BT ist, dass der BT
tagsüber kaum vorhanden ist (HNO-Ambulanz macht nachts keine
wissenschaftlichen Messungen) und dass durch mechanische Manipulationen am
Ohr der BT auch nachts zusammen mit der dann beendeten Müdigkeit ganz
verschwindet.

Das Ohr kann also nicht nur wie ein Mikrofon Schall empfangen, sondern auch
Nervenimpulse, die an die Muskeln im Mittelohr gesendet werden, in Schall
umwandeln und hörbar machen. Es wirkt also auch als Schallwandler, einem
„Kopfhörer“ entsprechend.

Die Zahl der Neurone, die zu den Muskelspindeln in diesen Muskeln führen,
dürfte mehrere Hundert betragen. Je nach Aktivität dieser Neurone mit
jeweils unterschiedlichen Feuerraten sind recht unterschiedliche Töne
denkbar und einige auch hörbar.

Faszikulationen hingegen sind unkoordinierte spontane Kontraktionen von
Muskeleinheiten. Diese entstehen bei erhöhter Erregbarkeit, Ermüdung und
Kälte hauptsächlich im Muskel selbst oder gehen vom Rückenmark aus. Für den
BT wäre dieses Prinzip auch im Muskelbereich selbst denkbar. Die
Beeinflussung würde dann ebenso von motorischen Neuronen erfolgen.
http://www.hessenweb-kreation.de/medwort/1609.htm
http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/05/10/086a0301.asp

3.2 Grundlage der Sensibilisierung:

3.2.1 Die endogene Sensibilisierung entsteht in Folge der Regeneration
(Neuanlage) degenerierter (abgestorbener) Neurone durch ungünstige
Aussprossungsverbindungen neugebildeter Neurone. Nach meiner Ansicht
entstehen so auch ungünstige Mikrostrukturen, die über polysynaptisches
feedback (Reafferenz) einen durch Eigenbahnung aktivierten Erregungskreis
unterhalten und so die entscheidende neurophysiologische
Sensibilisierungsgrundlage für den BT bilden. Dies entspricht in
reduziertem Maß und in einer anderen Hirnregion aber prinzipiell den
Störungen, die sowohl für den Ablauf epileptischer Anfälle verantwortlich
sind als auch die Störungen bei RLS auslösen. Ich behaupte daher: Aus
neurophysiologischer Sicht sind Epilepsie, RLS und der Brummton eng
verwandte aber nicht ganz identische Vorgänge, die in der jeweiligen
neuromotorischen Region „ablaufen“.
http://www.medizinfo.de/kopfundseele/epilepsie/fokale_anfaelle.shtml
http://www.netdoktor.at/frage_antwort/gehirn/muskel-tics_20010912.htm

3.2.2 Solche neuen ungünstigen Verknüpfungen unterscheiden einen BTBetroffenen
vom Nichthörer. Da der Grad der Rückkopplung nicht einem Alles
oder Nichts-Gesetz unterworfen ist, sind auch die Übergänge zwischen den
beiden Gruppen fließend. Der Grad der Sensibilisierung ist also
verschieden.

3.2.3 Die Sensibilisierung bewirkt sowohl den BT als auch durch
überschießende Regel-/Reflexfunktion (Regelsteilheit) die Stakkato-
Zuckungen. Außerdem bedeutet dies, dass der BT in enger Verbindung mit dem
tympani-Reflex steht. Wenn man genau aufpasst, hört man am Beginn jeder
Stakkato-Zuckung einen Ton, der dem BT entspricht. Am Anfang jeder Zuckung
ist eine gedämpfte Schwingung (Muskeltremor des tt) beteiligt, die nach
meiner Schlussfolgerung in ungedämpfter kontinuierlicher Form den BT
darstellt. Eben die Zuckungen, die durch die Aktivität des tt entstehen.
Der M.tt und der M.stapedius können von ganz unterschiedlichen neuronalen
Aktivitäten gesteuert werden. Von einzelnen Pulsen einzelner Nervenfasern
über den BT bis hin zur furiosen allumfassenden Krampfbildung. Jeder
Bereich dieses Spektrums hört sich anders an und jeder Betroffene hört
daraus einen speziellen Ausschnitt.

3.2.4 Prinzipiell gibt es im Bereich des Ohrs zwei physiologische
Eigenschaften, die bei diesbezüglicher Sensibilisierung zu Schwingungen
neigen können. Zum einen ist es die bereits oben erwähnte Ruheaktivität der
Neurone mit Beteiligung eines Muskels im Mittelohr. Zum anderen kommt es
durch dieselbe Sensibilisierung zu überschießenden Reaktionen bei der
Auslösung des tensor-tympani-Reflexes. Es sind die Neuronenimpulse, die
auch sonst ganz normal den tensor tympani ansteuern, jedoch hier durch
Überreaktion den von außen kommenden Ton so dämpfen, dass die
Neuronenaktivität sofort wieder endet und so durch Wiederholung
Regelschwingungen entstehen (Pumpeffekt).

3.3 Endogene und exogene Substanzen und Reize, die sich durch Überlagerung
in ihrer Wirkung potenzieren:
Die Spontanaktivität, die sich nur im Ruhezustand der betroffenen Neurone
bilden kann, wird durch mehrere exzitatorisch (=anregend / steigernd /
sensibilisierend / bahnend) wirkende Faktoren und Substanzen über
verstärkte Bahnung und Absenkung der Depolarisationsschwelle begünstigt,
ermöglicht oder ausgelöst. Man achte besonders auf Glutamat.
http://ntbiomol.unibe.ch/Altmann/VL-05+06.pdf
Aus der Toxikologie und insbesondere bei MCS ist bekannt, dass sich die
ähnliche Wirkung mehrerer beteiligter Substanzen nicht nur addiert, sondern
gerade bei Neurotoxinen potenziert, also vervielfacht. So ist es leicht
einzusehen, dass durch das Zusammenwirken mehrerer Komponenten schnell eine
Toleranzgrenze überschritten werden kann (Kombinationseffekte).
http://134.130.11.45/rwth/hygiene/mitarbeiter/dott/umedtxt3.html#top
Folgende Substanzen und Faktoren können in wechselnder Konzentration an der
Auslösung des BT beteiligt sein:

3.3.1 Das Hormon Melatonin hat insbesondere während des Schlafs einen
starken Einfluss auf das Gehirn. Da die Melatoninkonzentration in der
Dunkelheit stark ansteigt und dieses Hormon das extrapyramidale System
anregt, ist der BT verstärkt in der Nacht aktiv. Extrapyramidal betrifft
die unwillkürliche Muskelbewegung die hauptsächlich von den Stammganglien
des Zwischen- und Mittelhirns gesteuert wird. Muskeltremor geht bei
Anregung (nachts) auch vom extrapyramidalen System aus.
http://www.gesundheit.de/roche/index.html?c=http://www.gesundheit.de/roche/
ro10000/r11002.000.html
http://gripsdb.dimdi.de/rochelexikon/ro10000/r11107.html

Entscheidend ist der Zustand der Müdigkeit bzw. bestimmter Schlafphasen.
Melatonin ist die Synchronisationssubstanz zwischen innerer Uhr und dem
astronomischen Tagesrhythmus. Melatonin ist der Hauptmodulator dieser
Zustände und somit auch des BTs. Beteiligt ist auch Adenosin, das dämpfend
auf den Stoffwechsel vieler Zellen wirkt.
http://www.klinik.uni-frankfurt.de/Graduiertenkolleg/korf.htm
http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/44674/

Postsynaptische Rezeptoren (Empfängerseite der Nervenverbindungen), die auf
Adenosin reagieren, werden wiederum von Koffein kompetitiv gehemmt.
http://www.freenet.de/freenet/fit_und_gesund/ernaehrung/getraenke/kaffee/02
.html

Kerne im subkortikalen Bereich sind vom Wachzustand abhängig. Insbesondere
interessieren uns die Erregungsschwellen und die Reflex-Erregbarkeit bei
Müdigkeit. Siehe nachfolgend unter Punkt D:
http://www.physiology.rwth-aachen.de/lehre/vorlesung-hssfolien/
neurokredit6.pdf

Manchmal kann man während der Einschlafphase die Umschaltung des
Pyramidalen Systems direkt spüren, wenn ein oder mehrere Muskeln so stark
zucken, dass man dadurch wieder aufwacht. Besonders schlimm ist der BT,
weil er überwiegend mit dem Zustand der Müdigkeit beginnt und anschließend
zum Schlafentzug führt.

3.3.2 Daher: Nicht Tiefdruckgebiete, Luftfeuchtigkeit oder
Koronarentladungen an feuchten Überlandleitungen, sondern das Lichtdefizit
führt also zu mehr Melatonin, wodurch der BT bei schlechtem Wetter
verstärkt wird. Umgekehrt ist im Sommer durch das höhere Lichtangebot eine
Abschwächung des BTs zu beobachten. Melatonin hat über Neuromodulation auch
verstärkenden Einfluss auf Depressionen. In diesem Zusammenhang sind die
Begriffe Winterdepression und Lichttherapie bekannt.

3.3.3. Glutamat (natürlicher Neurotransmitter) wirkt im ZNS anregend. Die
in der Nahrung als Geschmacksverstärker weit verbreiteten Glutamate wirken
ebenso exzitatorisch auf die Strukturen im Gehirn (Chinarestaurant-
Syndrom). Jährlich werden 1,3 Millionen Tonnen Glutamat weltweit
hergestellt und verbraucht. Unvorstellbar!
http://www.wissenschaft-online.de/sixcms/media.php/370/emsley.pdf
http://www.chanvre-info.ch/info/de/article1026.html
Dieses Glutamat ist bei mir der vorherrschende exogene (von außen wirkende)
Auslöser des BTs.

3.3.4. Der Süßstoff Aspartam, dem glutamatähnliche Nebenwirkungen
zugesprochen werden:
http://www.klaus-krusche.de/suesstoff.htm
http://ppfi.de/buchbesp/grimm2003.htm

3.3.5. Eine gesteigerte Funktion der Schilddrüse (Hyperthyreose) bewirkt
eine Anregung vieler hauptsächlich vegetativer Körperfunktionen mit
allgemeiner Nervosität, Herzaktivität und Muskelzittern.
http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/hyperthyreose.htm

3.3.6 Zusätzlich neuroaktiv wirken seit Jahrzehnten industriell in
Massenproduktion hergestellte Nonylphenole (ca. 35000 Tonnen/Jahr in
Deutschland; 600.000 t weltweit). Es gibt etwa 200 Isomere und Derivate,
die hormonell unterschiedlich stark wirken. Als Tenside können sie
Bestandteil von flüssigen Seifenprodukten, Reinigungsmitteln
Kosmetikartikeln (evtl. seifenfreie Waschlotionen? ; Duschgele?;
Geschirrspülmittel? )sein und fungieren als Hilfsstoffe in Pestiziden und
bei der Verarbeitung von Kunststoffen und Papier. Diese Nonylphenole haben
sich fast unbemerkt zu einem großen Umweltproblem entwickelt.
Titel der ZDF-Sendung: Werden wir heimlich verändert?
Für Betroffene eine aufschlussreiche Formulierung!
Besonders im Hinblick auf den BT sind diese zwei ZDF-Sites wichtig.

a. Wirkung hormonartiger Substanzen.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/4/0,1872,2017220,00.html

b. Umweltgifte in der Nahrung.
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/29/0,1872,2017949,00.html

Außerdem zum gleichen Thema:
http://www.fz-juelich.de/oea/PM2002/2002-15-Nonylphenole.html
http://www.ubka.uni-karlsruhe.de/cgi-bin/psview?document=1999/bauverm/
5&format=1
http://www.unicom.unizh.ch/magazin/archiv/3-96/fruchtbarkeit.html
http://www.vobs.at/bio/human/h-toxisch-1.htm

Die Produktion von Nonylphenolen und deren schleichendes Vordringen in die
Nahrung ist neben anderen Bedingungen nach meiner Ansicht der ursächliche
Zusammenhang für die Zunahme des BTs insbesondere in den ca. 10
zurückliegenden Jahren. Ich muss betonen, dass dieser von mir induktiv (hat
nichts mit Spulen zu tun) hergestellte Zusammenhang mit dem BT rein
hypothetisch ist. Er ergibt sich aus mehreren Indizien, die sich insgesamt
gut in das BT-Geschehen im ZNS einfügen. Ein analytischer Nachweis für den
Einzelfall wäre aufwändig und teuer. Bei Glutamat ist es einfacher, es ist
meistens in der Zutatenliste auf den Packungen aufgeführt. Wegen des
offenbar schwierigen Nachweises von Nonylphenolen mit Analysegeräten wurden
entsprechende Nahrungsmittelrückstände erst in den letzten Jahren genauer
untersucht.
http://www.3sat.de/hitec/magazin/62847/index.html

3.3.7 Auf der Welt werden aus der Gruppe der Nonylphenole sicher nur wenige
Vertreter großtechnisch hergestellt. Und es gibt nicht sehr viele Orte, an
denen die exzitatorisch besonders aktiven hergestellt und entsprechend
vertrieben werden. Logisch ist es nun, dass in diesen Regionen auch die
Zahl der BT-Betroffenen endemisch erhöht ist. Z.B.: Baden-Württemberg,
Dänemark, Taos, Kokomo, Niederlande, Großbritannien, Schweiz usw.
Entscheidend ist nicht nur der Vertrieb des Originalprodukts, sondern auch
die überregionale Verbreitung entsprechend belasteter Nahrungsmittel bzw.
Produkte. Statt Nonylphenol könnte es sich natürlich auch um andere
hormonartig wirkende Substanzen handeln. Die Nonylphenole scheinen mir
wegen mehrerer Indizien am wahrscheinlichsten zu sein.
http://www.umweltbrief.de/neu/html/archiv/Lebensmittelzusaetze.txt

Wie ich erst im Juni 2005 gelesen habe, ist die Produktion stark
rückläufig. Jetzt (Aug./Sept.2005) bin ich bei der Überarbeitung der Links
bei Wikipedia auf den Hinweis gestoßen, dass Nonylphenole seit 2003 EU-weit
verboten sind.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nonylphenol

Auf dem Forum wird von manchen Betroffenen eine Abschwächung des BT
gemeldet. Dies ist ein weiteres Indiz für meine Vermutung des Zusammenhangs
zwischen BT und Nonylphenol. Es dauert immer eine gewisse Zeit bis die
Produktion umgestellt ist und „Vorräte“ verbraucht und abgebaut sind.

3.3.8. Weiterhin wirkt sich der Botenstoff Serotonin (Hormon) exzitatorisch
auf Neurone aus. Serotonin entsteht nach dem Verzehr von Schokolade
zusammen mit Zucker hauptsächlich im ZNS.
http://www.br-online.de/daserste/ratgeber/archiv_2001/20011201_4.shtml
http://www.mondogusto.de/suesses.asp?mid=0&uid=0&iid=117

3.3.9 Phthalate sind Weichmacher, die in Kunststoffverpackungen vorkommen
können, und auch hormonelle Wirkung haben. Widersprüchlich sind die Angaben
über die Verwendung und Auslösung der Phthalate aus Kunststoff-
Getränkeflaschen.
http://www.bayern.de/lfu/umwberat/data/chem/stoff/phthalate_1998.htm
http://www.arbeitsmedizin.unierlangen.
de/Phthalate_Pressespiegel_bis_2003.html
http://www.wagnergraphics.de/sonstiges/fotos/trinkwasser.pdf
http://www.bgvv.de/cd/3862?index=80&index_id=4862
http://marktcheck.greenpeace.at/1194.html

3.3.10 Darmpilze (Mykosen) können als dysbiotische Darmbesiedlung sowohl
toxisch als auch hormonell hyperaktivierend wirken.
http://dr.huldaclark.de/ausleitung/pumwelt.htm

3.4 Störungen postsynaptischer Membranen im ZNS. Postsynaptisch bezeichnet
die Empfängerseite der Synapsen (Nervenschaltstellen).
http://www.physiopaed.de/Nervensystem.htm

3.4.1 Acrylamid ist ein Produkt, das bei der Zubereitung von Speisen und
Nahrungsmitteln durch starkes Erhitzen von Eiweiß und Fett entstehen kann.
Acrylamid kann die postsynaptischen Membrankanäle (Rezeptoren,
Andockstellen) für Neurotransmitter kompetitiv hemmen oder dauerhaft
blockieren. Die gestörte Funktion kann durch Regeneration oder
Neuroplastizität nur teilweise kompensiert werden.

Due to heat, new substances originate in especially proteinous prepared
foods. Part of these substances are mutagenic or toxic. And some of these
can also bind to neurotransmitter-receptors and -transporters in the brain.
Because of the mutagenic properties of these substances, neurotransmitterreceptors
and / or -transporters are destroyed.
http://www.rawfoodlife.com/toxins_created_by_cooking.html
http://www.13.waisays.com/brain
http://www.13.waisays.com/cooking.htm
http://www.waisays.com/Enveda.pdf

Auch für Axonschädigungen (an Nervenfortsätzen) ist Acrylamid
möglicherweise verantwortlich: Degeneration des Axons, direkte toxische
Effekte, Interferenz mit oxidativem Metabolismus und Neurofilament-
Transport Funktionsstörung proximaler Axonabschnitte MOTORISCHER Neurone.
http://www.anb-ev.de/publikationen/Abstract-Reinhardt.doc

3.4.2 Funktionsstörungen einzelner Neurone können durch Mangel an Omega-3-
Fettsäuren entstehen. Offenbar fördern diese Fettsäuren die Regeneration
von Zellmembranen allgemein und hier speziell auch der Neurone. Sie
beeinflussen nicht die Depolarisationen selbst, sondern sie wirken bei der
Regeneration der Zellmembranen in der Art von Bausteinen. Möglicherweise
sind an der Regeneration der durch Acrylamid blockierten Membrankanäle auch
Omega-3-Fettsäuren positiv beteiligt. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen,
das Gehirn wird nach einigen Wochen tatsächlich insgesamt wieder
leistungsfähiger.

3.4.3 Wohnraumschadstoffe können zusätzlich sensibilisieren. Es sind
zahlreiche neurotoxische Stoffe bekannt, die immer wieder in Innenräumen zu
gesundheitlichen Problemen führen.
Verbraucherzentralen berufen sich immer auf wissenschaftliche Grundlagen:
http://www.vz-nrw.de/UNIQ11128666591812384/link25010B.html
http://www.stiftungwarentest.
de/online/gesundheit_kosmetik/analyse/1131518/1131518.html
http://www.vzbv.de/start/index.php?page=themen&bereichs_id=9&themen_id=47&t
ask=dok

3.5 Speichereffekte:

3.5.1 Ein vorherrschender Speichereffekt besteht in der Verweildauer
belasteter Nahrung in Magen und Darm von mehr als einem Tag. Durch den
zeitlichen Versatz des Wirkungseintritts ist eine gedankliche Zuordnung zum
BT wesentlich erschwert. Wenn man die Stoffe und deren Vorkommen in
Nahrungsmitteln kennt, ist eine zeitliche Verzögerung des Wirkungseintritts
am BT zu beobachten, der z.B. bei Glutamat zwischen 4 bis 17 Stunden
beträgt. Für die Verzögerung ist die Tageszeit der entsprechenden
Nahrungsaufnahme maßgebend, bis am Abend die Wirkung von Melatonin bzw.
Müdigkeit hinzukommt. An mir habe ich ab der betreffenden Nahrungsaufnahme
ein Ende des BT nach 40 Stunden beobachten können. Danach war für mehrere
Wochen kein BT mehr wahrnehmbar.

3.5.2 Auf den tt-Kern wirkt sich möglicherweise auch ein zentralnervöser
Speichereffekt bahnend aus. Es handelt sich um die unter Hirnforschern
bekannte Langzeitpotenzierung (LTP). Allgemein ist dieser LTP-Effekt im
(Tier)versuch durch tetanische Stimulation (durch periodische galvanische!
Reizung; nicht durch Hochfrequenz) auslösbar. Die LTP ist nicht nur einmal
für das gesamte Gehirn, sondern regional vielfach vorhanden und weitgehend
unabhängig voneinander aber funktionell-dynamisch aktiv. Vermutlich
schaltet sie im Gehirn die vielfältigen Verarbeitungsbahnen im Sinne der
gate-control frei zur Aktivierung und Verarbeitung von Wahrnehmungen,
Muskelaktivität, gezielte Selektion von Aufmerksamkeit, Bewusstsein und
Lenkung von Denkvorgängen. Diese Pfade müssen ja ein paar Momente zur
Verarbeitung aktiv gehalten werden. Üblicherweise werden solche Vorgänge
anschließend zumindest abschnittsweise durch neue Wahrnehmungen,
Aktivitäten oder Gedanken über laterale Inhibition wieder gelöscht.

3.6 Akustische Stimulation des tt-Kernes.
Eine akustische Stimulation findet schon immer bei gesunden Ohren in der
Hörbahn statt.

3.6.1 Diese LTP-Speicherung wird natürlicherweise durch Nervenimpulse
ausgelöst und wird auch im Fall des BTs akustisch über die Hörbahn
stimuliert. (Trigger T1 und eventuell T2 im Bild) Zur Stimulation von
Speichereffekten im auditorischen System ist nämlich nur eins erforderlich:
Die Auslösung von Nervenaktionen durch banalen natürlichen hörbaren!
Schall. Infraschall (z.B. Wind) ist für den BT wirkungslos. Bei BTBetroffenen
wird offenbar durch neugeknüpftete neuronale Verbindungen und
Neuroplastizität auch der Kern des Muskulus tt (über T2) so ungewöhnlich
angeregt.
http://www.tonhoehe.de/diplom-node5.html
Auch die AEP werden bei Messungen durch hörbare Töne ausgelöst:
http://www.med-serv.de/ma-69-AEP.html

3.6.2 Nicht nur an Neuronen mit Ruheaktivität, sondern auch bei der
Langzeitpotenzierung und an den regenerierten Neuronen (Erregungskreisen)
wirken Glutamat, Serotonin und eventuell Aspartam verstärkend.

3.6.3 Die Triggerfrequenz unterscheidet sich von der Brummtonfrequenz.

3.6.4 Bei der Triggerung sind sogenannte Synchronisationseffekte im ZNS
beteiligt.
http://brain.exp.univie.ac.at/wintersemester/aqtvre.html Die Auslösung
erfolgt schon mit leisen Tönen, wenn der von außen kommende Schall im
Oszillogramm periodische Maxima (impulshaltig oder schwebungsbedingt) im
Abstand von 20 bis 25 ms aufweist. Das entspricht einer Frequenz von 40 bis
50 Hz oder Mehrfachen davon. Entscheidend ist die Häufigkeit der
Koinzidenzen mit dem lokalen Takt der beteiligten Neurone
(Koinzidenzneurone).
http://www.mpih-frankfurt.mpg.de/global/Np/Projects/munk.htm

3.6.5 Die spezielle spektrale Wirksamkeit macht sich bei Triggern
normalerweise nicht bemerkbar, da es ausreicht, die Hörbahn über eine LTPSpeicherung
(LTP2) zunächst einmalig über gate-control auf Empfang zu
schalten. Einen solchen natürlichen Vorgang bemerkt man also nicht.
Ausdrücklich anmerken muss ich, dass Stakkato-Zuckungen und der BT zwei
verschiedene Angelegenheiten sind, die allerdings beide auf
Sensibilisierung und dem tensor tympani beruhen. Wenn aber durch
Regeneration über neue Aussprossungsverbindungen die Triggersignale bis zum
neuronalen tt-Kern, der (bei mir) die Stakkato-Zuckungen erzeugt,
vordringt, kann man (ich) sehr gut die selektive Wirkung ganz bestimmter
Schallspektren (Propeller usw.)in Kombination mit bestimmten Lautstärken
beobachten. Bei mir beobachte ich jedoch keine akustische Triggerung eines
Speichereffektes (LTP2). Da ein solcher Effekt aber schon lange mehrfach
auf dem Forum geschildert wurde und per FFT auch schon analysiert wurde,
ist bei entsprechenden Aussprossungen eine akustische Triggerung auf diesem
Wege durchaus denkbar.

Die Sakkato-Zuckungen sind nicht der BT. Sie dienen nur als Indikator. Man
kann daran sehr gut die besonders intensive Wirkung spezieller Töne
erkennen, wie sie eventuell bei manchen Betroffenen doch zur Triggerung der
LTP und damit zum BT führen.

Hierzu habe ich noch einen Beleg gefunden, der meine Beobachtungen treffend
beschreibt:
„Die meisten Neurone des ICC reagieren auf schmale Frequenzbereiche“.
„Die Breite des Frequenzspektrums, auf das Neurone im ICC antworten, wird
mit zunehmender Lautstärke größer.“
„Die Neurone reagieren nicht nur im Bereich ihrer CF (Chopperfrequenz),
sondern mit steigender Lautstärke auch auf Sinustöne mit Frequenzen, die
weit von der CF entfernt liegen“.
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/briede/diplomarbeit/122.html

3.7 Fehlende Inhibition:

3.7.1 Es ist im Hinblick auf den Speichereffekt des BT auch so möglich, wie
bei der RLS inzwischen bestätigt, dass in Einzelfällen diese
Langzeitpotenzierung für den Kern des tt nicht mehr kurzfristig über
laterale Inhibition gelöscht werden kann, weil diese zuständigen Neurone
degeneriert sind. Diese gestörte Funktion der Inhibition wird nun von der
wesentlich länger dauernden Abklingfunktion der LTP (Stunden bis ca. 2
Tage) bestimmt. Während dieser Zeit bliebe dann die tt-Motorik gebahnt
(=„sensibilisiert“).

Entsprechende Untersuchungen an RLS-Patienten zeigten kürzlich die gestörte
Inhibition im Ablauf der motorischen Steuerungskaskade.
Suche nach: „inhibition“ dann beachte man RLS
http://www.mdvu.org/library/disease/rls/rls_mpath.html

3.8 Die Trigger-Auslösung des BTs erfolgt in zwei Phasen durch zeitlichen
Versatz. Die Auslösung des BT durch akustische Trigger (Phase1) kann ich
(abgesehen von momentanen Stakkato-Zuckungen) an mir nicht nachvollziehen.
Möglicherweise haben die Betroffenen fälschlich eine Speicherung durch
Triggertöne konstruiert, die in Wirklichkeit aber die Speicherung von
Wirksubstanzen im Darm ist.

3.8.1 Phase 1 : Die akustische Anregung bzw. Bahnung der Ruheaktivität
erfolgt zunächst dadurch, dass ein Speichereffekt (LTP) durch gut hörbare
oder sogar laute Töne angeregt wird („Aufheizphase“ Zit:Wombattl). Diese
Anregung potenziert sich in Kombination mit den pharmakologisch anregenden
Substanzen. Wenn diese schon in entsprechenden Konzentrationen im
Organismus vorhanden sind, ist die akustische Anregung möglicherweise schon
in geringen Dosen wirksam oder nicht zusätzlich erforderlich.

3.8.2 Eine Spontanaktivität kann erst im Ruhezustand der betroffenen
Neurone auftreten.
Gut hörbarer Schall von außen bewirkt eine natürliche Aktivität, die eine
Spontanaktivität unmöglich macht und somit den BT momentan beendet. Die
einzelnen BT-auslösenden Neurone können nicht noch ein hiermit
verschachteltes Programm der Spontanaktivität abspulen. Kann jemand zwei
Melodien gleichzeitig singen? Bei der natürlichen Ansteuerung des Muskels
brummt es nicht, da hierbei sehr viel mehr Neurone die vielen
Muskelspindeln nach einem zeitlich fein verteilten Muster ansteuern.
Außerdem besitzt der Musculus t.t. die höchste Innervationsdichte aller
Muskeln, was zu einer besonders gut aufgelösten Feinmotorik führt.

3.8.3 Phase 2. Für Betroffene die den BT nicht immer hören: Der
letztendliche Auslöser des Brummtons ist daher immer die Stille. Ja Stille,
nicht Infraschall oder Bodenvibrationen!!! Dieser gegensätzliche
Zusammenhang scheint paradox zu sein. Seit Jahren wird doch berichtet, dass
der BT besonders bei Stille beginnt. (z.B. in der Wohnung, Nachtruhe,
Keller, Tiefgarage, gerade ausgeschalteter Automotor usw.). Also beginnt
der BT irgendwann nach der Stimulation der LTP aber noch während mindestens
einer der oben genannten Speichereffekte aktiv ist. Das ist der mehrfach
vermutete Komplementäreffekt. Wegen der LTP-Speicherung kann der Zeitpunkt
der akustischen Stimulation eventuell einige Stunden zurückliegen.
Da immer wieder diskutiert wird, die Stille mit immer empfindlicheren
Mikrofonen oder Infraschallsensoren zu messen, hier zum besseren
Verständnis ein Vergleich: Bei der Außenbeleuchtung von z.B.
Industrieanlagen werden Dämmerungsschalter eingesetzt. Sie schalten die
Beleuchtung ein, sobald das Umgebungslicht eine gewisse Beleuchtungsstärke
unterschreitet. Da wird nicht irgendwelches Restlicht oder Infrarotlicht
durch Lichtverstärkung oder Resonanz in die Lampen geschickt. Lediglich
Dunkelheit schaltet das Licht an.

Bei dem BT ist es eben relative Stille. Der Brummton beginnt, wenn die
Umgebungslautstärke die „Schaltschwelle“ der Reflexaktivität
unterschreitet, wobei die Schwelle im Tagesverlauf ständig durch die
bereits genannten Faktoren moduliert (verändert) wird. Wenn kein Glutamat
usw. im Blut sind, kann die Anregung bei Betroffenen, die den BT nur
zeitweise hören, in den entsprechenden Neuronen auch keine Depolarisation
(„Kippeffekt“) auslösen. Also entsteht auch kein BT. Eine spezielle
Situation ist der BT als Daueroszillation, die weitgehend unabhängig von
den o.g. Faktoren stattfindet.

Die Diskussion über Hörbarkeit von Infraschall ist daher absurd. Wenn man
statt Infraschall, Schwebungen und Impulse nach Abschnitt 3.6.4 annimmt,
stimmt die Richtung wieder. Infraschall ist eigentlich kein Schall mehr
sondern langsame Luftdruckschwankungen. Wenn der geschlossene Rollladen im
Wind wackelt, ist das Infraschall. Allein das Öffnen einer Zimmertür würde
ein Infraschall-Messgerät, wie es für die Messungen im Zusammenhang mit dem
BT eingesetzt war, total übersteuern. Oder was sollen die nicht/kaum
messbaren Bodenvibrationen, wenn bei jedem Schritt, jeder Autofahrt usw.
Körpererschütterungen entstehen, die einem Erdbeben entsprechen?
Da die von der Cochlea ausgehenden neuronalen Signale für die Sensorik
(Hörbahn) und den Reflexbogen (tensor-tympani-Reflex) separat übertragen
werden und die gesonderten Haarzellen für die Steuerung des Reflexbogens
erst bei einem Pegel ansprechen, der deutlich über der Hörschwelle liegt,
ergeben sich zwei Reflexzustände im Ohr. Bei Schallpegeln unterhalb der
Ansprechschwelle des tt-Reflexes ist dieser Muskel in Ruhe. So ist eine
Ruheaktivität also BT möglich. Der BT setzt insbesondere im Zusammenwirken
mit exzitatorischen Faktoren aber erst ein, wenn die Umgebungslautstärke
den Ansprechpegel des tt-Reflexes unterschreitet. Darüber liegende
Schallpegel lassen den Muskel natürlicherweise aktiv werden. Sie übertönen
den BT nicht, sondern sie beseitigen zugleich die Grundlage für
Ruheaktivitäten, wodurch der BT unterbrochen wird. Der BT wird also nicht
übertönt, sondern tatsächlich unterbrochen.

Allerdings gibt es vermutlich auch einzelne Betroffene, die ständigen
Tieftontinnitus haben. Dieser kann nur übertönt werden.
http://www.m-ww.de/krankheiten/hno/tinnitus.html
Der „Fenstereffekt“ unterbricht die Ruheaktivität. Allein schon das
Geräusch des Fensteröffnens und der anschließend einwirkende Außenpegel
dämpfen/beenden den BT. Die von Propellern ausgehenden akustischen
Schwingungen und das mehrfach genannte Zeitungswedeln wirken offenbar
besonders auf den Kern des tensor tympani reflexauslösend (T1). Die
Zeitkonstante dieses Reflexes LTP1 liegt bei knapp 1s. Ob an das zweite
Reflexgeschehen T2 aus der Hörbahn eine eigene LTP2 mit längerer
Zeitkonstante gekoppelt ist, kann ich nicht sagen. Das Nachbrummen nach
Autofahrten lässt es vermuten.

3.8.4 Je stärker die regenerative Rückkopplung im motorischen Kern schon
ausgeprägt ist, um so weniger Triggerfaktoren oder geringere Intensitäten
sind zur BT-Auslösung nötig. Die relative Brummdauer pro Tag ist so
entsprechend erhöht, wobei evtl. zusätzliche Geräusche den BT nicht mehr
per Reflex unterdrücken können. Der BT entsteht dann nicht mehr aus einer
Ruheaktivität (spontan), sondern aus einer Oszillation (Oszill Bild 1), die
sich durch Laufzeit und feedback (Reafferenz) auf kurzem Weg in einem
Erregungskreis auch in neuronal codierter Form aufschaukelt. Die oben
genannten beteiligten Faktoren werden dadurch überrollt. Der BT kann so 24h
aktiv sein. Eine Abgrenzung zu Tieftontinnitus dürfte nur durch eine
Wahrnehmung außerhalb des Ohres bestätigt werden. Nach meiner Erfahrung
wird Tieftontinnitus ebenso wie der weithin bekannte Tinnitus direkt im Ohr
oder innerhalb des Kopfes empfunden.

3.8.5 Alle an der Auslösung des BTs beteiligten Faktoren sind im
Tagesverlauf sehr variabel und zwischen den Betroffenen ganz uneinheitlich.
Außerdem sind die durch Regeneration entstandenen neuronalen Verbindungen
höchst individueller Struktur. Daher ist das uneinheitliche Ergebnis der
Auswertung der 700 Fragebögen nicht verwunderlich. Ich bedanke mich
ausdrücklich bei Elmar Maronn für die umfangreiche und aufwändige
statistische Arbeit. Ebenso zeigt das gemeinsame Experiment vom Feb.2005
kein eindeutiges Ergebnis. Eigentlich bestätigen diese meine Thesen.

3.9 Der Einfluss elektromagnetischer Wellen (EM, GSM) usw.

3.9.1 Wenn in der Umgebung relative Ruhe herrscht und die exzitatorischen
biochemisch-pharmakologischen Komponenten vorhanden sind, wird der BT auch
freigegeben von: Infraschall, elektromagnetischen Wellen, Netzstrom, RADARPulsen,
Pest-Control, GSM-Umsetzern, mind-control?, Seismik,
Luftfeuchtigkeit, Schumann-Wellen, Erdmagnetfeld, Gravitation, Gezeiten und
astrophysikalischen Vorgängen. Diese erzeugen nämlich im ZNS die perfekte
akustische Wahrnehmungsqualität der Stille und unterbrechen somit die
Ruheaktivität nicht. Der BT wird also hierdurch nicht beeinflusst.
Nachgewiesen ist lediglich eine mögliche Störung der Hormonsynthese durch
EM-Wechselfelder von 50 Hz. Dass HAARP vor Monaten ausgeschaltet war, haben
die BT-Betroffenen mit Überraschung zur Kenntnis genommen, denn keiner hat
etwas bemerkt.

3.10 Ruhelose Beine (RLS).
In anderen motorischen Kernen des ZNS wirken auch ähnliche exzitatorische
Effekte bei der Entstehung RLS-artiger Muskelzuckungen mit. Eine akustische
Stimulation ist hier unwahrscheinlich. Wenn ich es richtig interpretiere,
geht die RLS insbesondere mit Müdigkeit und der Schlafphase einher. Die
Palette der möglichen anregenden Stoffe dürfte ähnlich derer beim BT bis
hin zu Hormonen und Stress sein. Bei mir wurde das Brummen in der Wade
hauptsächlich von Schokolade ausgelöst.

Diese Muskelvibrationen sind nicht hörbar und werden erst ab einer gewissen
Stärke wahrgenommen. Sie erzeugen den Eindruck von Bodenvibrationen, sie
stellen aber eine Täuschung dar. Dieser Eindruck entsteht über den
Propriozeptiven Apparat oder ein anderer Ausdruck dafür ist die natürliche
Tiefensensibilität der Muskulatur. Durch sie erfolgt die Wahrnehmung von
Kraft, Vibrationen, den Dehnungszustand der Muskeln und die 3-D-Erfassung
des gesamten Körpers im Raum. Die Tiefensensibilität ist unverzichtbarer
Input und Bestandteil der zentralnervösen Koordination der
Körperbewegungen. Auch die Vibrationen, die z.B. von starken
Basslautsprechen ausgehen, werden über die Muskulatur des Brustkorbs
wahrgenommen.
http://www.psychologie.unitrier.
de/personen/swuest/veranstaltungen/Vorlesung%20Biopsychologie/WiSe040
5&SoSe05/WiSe%20Skripte/SomatoSensi.pdf
http://www.uni-leipzig.de/cognition/lehrbuch/propriozeption.htm

3.11 Die BT-Aktivität ist nicht ortsgebunden, sondern nahrungsabhängig.

3.11.1 Entscheidend ist die „Vorgeschichte“. Ich möchte es so auf den Punkt
bringen, auch wenn nicht bei jedem Betroffenen alle genannten Faktoren
beteiligt sein müssen:
Der Betroffene muss durch neuronale Regeneration sensibilisiert sein, noch
Glutamat und evtl. weitere hormonartig oder neurotoxisch wirkende
Substanzen in den Adern haben, das Gehirn kann im Zustand der Müdigkeit
sein und es kann relative Stille herrschen. Für den Betroffenen können
diese Bedingungen nun an vielen Orten der Erde erfüllt sein, oder auch
nicht. Daher ist der Vergleich der BT-Zeiten und Intensitäten von
Betroffenen wenig sinnvoll, da jeder z.B. eine andere Menge Glutamat zu
einem anderen Zeitpunkt aufgenommen hat. Je nach Ernährungsgewohnheit kann
vor Ablauf der ca. 40 Stunden Glutamat mehrfach neu in den Organismus
aufgenommen worden sein. Daher taucht der BT regelmäßig mehr oder weniger
stark auf. Analog verhält es sich mit Geräuschtriggern falls diese einen
Einfluss haben. Eine Online-Community bestätigt wahrscheinlich an
verschiedenen Punkten von Europa bis Australien die Uneinheitlichkeit, die
wir seit 2001 schon kennen.

Bei Sodbrennen handelt es sich auch um eine medizinische Auswirkung mit
Vorgeschichte. Es käme aber niemand auf die Idee, sodbrennenfreie Orte
ausfindig zu machen. Beim BT macht es allerdings Sinn, einen Ort mit
speziellem Hintergrundgeräusch aufzusuchen oder auszustatten (Ventilator,
Springbrunnen oder leise Programmmusik von CD), um den Tympani-Reflex immer
etwas aktiv zu halten. Dies geht mit relativ geringen Lautstärken, wenn die
Klänge besonders auf die neuronale Synchronisation abgestimmt sind
(Koinzidenzneurone/Chopperfrequenz).

3.11.2 Ein Umzug bewirkt nicht automatisch eine Besserung des BT. Es kommt
darauf an, ob man sich an dem neuen Wohnsitz so ernährt wie zuvor, indem
man überregional vertriebene Nahrungsmittel weiterhin zu sich nimmt
(Markentreue). Unabhängig davon ist Glutamat in vielen Produkten enthalten.
Auch Getränke in Flaschen (das Trinkwasser wohl weniger) können ebenso mit
hormonell wirksamen „Schadstoffen“ wie Nonylphenol oder Phtalaten belastet
sein. Dies könnte auch in seltenen Fällen für das Trinkwasser theoretisch
zutreffen.

3.12 Die vegetativen Störungen wie innere Unruhe, Herzstörungen usw. werden
von den gleichen Substanzen beeinflusst, die den BT anregen. Ein solcher
Zustand wird bei mir durch Ketchup (nicht alle Fabrikate) innerhalb von ca.
30 Minuten ausgelöst. Höchstwahrscheinlich sind Glutamat, Nonylphenol und
anregend wirkende Gewürze dafür verantwortlich.
http://neurologie.onlinehome.de/neukurs1.htm#Anfang
Hier enden die Thesen meines BT-Modells. Bei den nachfolgenden
ausführlichen Betrachtungen lassen sich gedankliche Wiederholungen aus den
Thesen nicht vermeiden.

4. Besprechung der Zusammenhänge:
In Taos selbst sollen etwa zwei Prozent der Einwohner von dem Phänomen
betroffen sein. In Deutschland ist der Anteil der BT-Betroffenen an der
Gesamtbevölkerung geringer. Daher dürfte der BT erst bei Koinzidenz
mehrerer Faktoren ausgelöst werden (worst case). Trotzdem müssen nicht bei
jedem Betroffenen alle zuvor aufgeführten Punkte zutreffen. Manche meiner
Thesen können auch falsch sein. Einige werden sich in absehbarer Zeit nicht
klären lassen. Sie sollen jedoch der gedanklichen Orientierung dienen. Ich
will die Zusammenhänge so beschreiben, wie ich sie insgesamt sehe.

4.1. Der individuelle BT hat seinen Ausgangspunkt im Gehirn.
Sicher werden einige von Euch meine Behauptung, dass der BT im Gehirn
entsteht, skeptisch betrachten, denn diesen Ursprung würde doch jeder
selbst bemerken. Das ist aber unmöglich. Es liegt daran, dass ein Gehirn
seine eigenen Aktivitäten nicht selbst wahrnehmen kann. Mitmenschen leiden
darunter manchmal um so mehr. ;)
http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/gehirn/

Nicht nur das Kopfrechnen, sondern das gesamte individuelle Leben und die
jeweils eigene Welt finden im Gehirn statt. Die vielfältigen und grandiosen
Leistungen des Gehirns kann man nur erkenntnistheoretisch einsehen. Noch
nicht einmal die Farben die wir aus unserer Umgebung wahrnehmen gibt es so.
Nicht nur die Farben, sondern auch die räumliche Perspektive, die Zeit und
vieles andere entstehen erst als virtuelles Konstrukt in unserer
zentralnervösen Vorstellungswelt.

Die Hirnforschung hat in den letzten Jahren das Wissen über unser Gehirn
enorm erweitert. Wir benutzen nicht unser Gehirn, sondern das Gehirn
steuert uns ausschließlich und komplett. Nicht nur wir und unsere Psyche,
sondern alles Wissen und die gesamte Kultur basieren auf biochemischer
Kybernetik.

Der Hirnforscher Prof. Singer sagt (allgemein und nicht auf den BT
bezogen!): "Nach all dem, was wir wissen, wird das Hirn nicht von außen
gesteuert, sondern erzeugt alle diese Phänomene, die wir als psychische
kennen, wie auch alles andere Verhalten selbst."
http://www.3sat.de/hitec/magazin/51916/index.html
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/preise/communicator_preis/2003/singer/

Forscher glauben belegen zu können, dass unser Verhalten allein durch
Gehirnprozesse erklärbar ist und die Willensfreiheit, an die wir derzeit
noch glauben, eine Illusion darstellt.
http://www.wz.nrw.de/wz/veran/Neurovisionen.htm

Die beeindruckenden Strukturen und Fähigkeiten des Gehirns:
http://www.gmd.de/de/GMD-Spiegel/GMD-Spiegel-3_4_99-
html/Sites/13Poeppel.html http://www.3sat.de/delta/73043/index.html
http://brain.exp.univie.ac.at/11ssvorlesung/bilder.htm
http://www.br-online.de/alpha/geistundgehirn/
http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/GEDAECHTNIS/GehirnAufbau.shtml

Durch ein Neuron werden Informationen ja nicht im eins zu eins Transit
geschleust. Jedes Neuron ist als eine Art Ein-Bit-Prozessor mit bis zu
Tausenden von Zuführungen und Ausgängen zu sehen. Jede Zelle hat eine
bestimmte Aufgabe und in jeder Zelle steckt eine komplizierte
Entscheidungslogik und erst die Zusammenwirkung dieser gigantischen Zahl
von Neuronen ermöglicht die „Steuerung“ der Lebewesen.

Damit die Zusammenarbeit der Neurone funktionieren kann, ist ein zentraler
Takt erforderlich, der die Erregungswellen im Gehirn koordiniert. Wird
dieser Takt z.B. bei Narkose unterdrückt, läuft (ebenso, wie beim PC)
nichts mehr. Die Informationsübertragung „versandet“ nach wenigen
Synapsenübergängen, weil sich zu viele postsynaptischen Neurone, die die
anschwappenden Information bewerten sollen, gerade im Zustand der
Unerregbarkeit befinden.

Jedes Neuron muss in kürzester Zeit die ankommenden Aktionspotenziale nach
bahnend und hemmend integrieren und entscheiden, ob die jeweilige
Dekodierungsbedingung erfüllt ist. Das funktioniert gut, wenn die Signale
durch einen Takt gesteuert in einer Front gerade dann ankommen, wenn die
nachgeordneten Neurone für Entscheidungen „empfangsbereit“ sind. Auf diesen
synchronisierenden Takt werden wir bei der Besprechung der akustischen
Trigger wieder stoßen.

Sehen Sie sich auch mal seine Startseite an – super der Mann:
http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/default.shtml
http://www.uni-wuerzburg.de/sopaed1/breitenbach/neuropsycho/lurija/funk.htm
Man beachte schon hier: Schokolade:
http://www.pae.asn-graz.ac.at/linux2/tutor-bu/hege.htm
http://www.vankuyen.net/brain/#cns
http://www.mpih-frankfurt.mpg.de/global/index.htm
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,268859,00.html
Sinnesinformationen erkennen, lernen, speichern:
http://www.tubraunschweig.
de/zoology/subdivision/physiology/projekte?lang=de
http://www.allpsych.uni-giessen.de/TeaP/programm_symposien.php

Speziell das auditorische System:
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/langner.html
http://www.tonhoehe.de/index.html
http://www.elfenbeinturm.net/archiv/2001/lust2.html
http://www.tomatis.no/artikler/about_the_method.htm

Die Abschnitte folgender Suchbegriffe oder alles lesen:
transmission ; neurology ; primacy
http://weeksmd.com/articles/music_therapy/Therapeutic_music_report.htm
Auditorische Wahrnehmungsstörungen:
http://www.dgpp.de/cons_avws.pdf

Im Gegensatz zum BT wird Tinnitus im Kopf gehört. Von Tinnitus weiß man
inzwischen, dass er nur selten peripher in den Haarzellen des Innenohrs
entsteht.
http://www.tinnitus-hilfe-ev.de/tinnitus.html

Auch wenn die Entstehung von Tinnitus nicht eindeutig geklärt ist, handelt
es sich wahrscheinlich um einen Lernvorgang im ZNS, der durch schmerzhafte
Reizung der entsprechenden Projektionszone als Dauererregung bestehen
bleibt. Sie entsteht höchstwahrscheinlich am Ende der Evaluationskaskade in
der Projektionszone an der Stelle, an der die entsprechende Tonempfindung
nach dem Ortsprinzip lokalisiert ist. Es kommt also ohne entsprechende
Wahrnehmung zu einer Empfindung, die dadurch entsteht, dass einzelne von
vielen Speicherneuronen, die die Aufgabe haben zu melden, dass gerade ein
Ton mit XY Hz am Ohr eintrifft, grundlos Spontanaktivität entwickeln.
Eine neuere Theorie besagt, dass durch degenerierte Neurone Lücken in der
Tonotopie entstehen. Dadurch kommen für bestimmte Frequenzen keine
Aktionspotentiale im Kortex mehr an. Der Organismus versucht die Hörkurve
an den Stellen durch neuronale Plastizität mit verstärkter Reaktion zu
kompensieren. Da aber trotzdem kein Eingangssignal kommt, hört man quasi
das Schmalbandrauschen des „aufgedrehten“ Verstärkers.
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/tinnitus-html/tinnitus-genese.htm

Sehr gute Tinnitus-Beschreibungen auch im Hinblick auf den BT:
http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/tinnitus.html
http://www.neuro24.de/tinnitus.htm
http://www.m-ww.de/krankheiten/neurologische_erkrankungen/tinnitus.html
Tinnitus und Maskierung:
http://www.hno-nachrichten.de/archiv/2005/03/hno0503_22.pdf

Es bezweifelt niemand, dass Tinnitus im Kopf entsteht. Für mich besteht
kein Zweifel, dass auch der BT vom Gehirn ausgeht, jedoch von einem anderen
Areal und nach einer anderen Kausalkette. Am BT wirken bei der
Sensibilisierung, der Speicherung und der Auslösung mehrere äußere
Komponenten mit. Da diese Faktoren individuell und zeitlich unterschiedlich
stark wirksam bzw. überlagert sind, ist zwischen einzelnen Betroffenen
sowohl von abweichenden Auslöseschwellen und Auslösequalitäten als auch
etwas unterschiedlichen Wahrnehmungen auszugehen. Wie entscheidend diese
äußeren Faktoren beteiligt sind, zeigt sich am (verzögerten) Verstummen des
BT nach Ortswechseln. Der BT ist also unter bestimmten Bedingungen
reversibel. Diese Tatsache beinhaltet auch die Prognose, den BT dämpfend zu
beeinflussen, zeitweise ausschalten oder hoffentlich beenden zu können.
Die Auslösesituationen können bei etlichen Betroffenen mit völlig
verschiedenen Intensitäten der einzelnen beteiligten Faktoren erreicht
sein. Im familiären Bereich dürften die Ernährung, abhängig von gemeinsamen
Mahlzeiten und sonstigen Umständen recht einheitlich sein. Unterschiedlich
ist wahrscheinlich die Komponente der individuellen Sensibilisierung. Viele
hören den BT nie. Bei manchen Angehörigen tritt er wegen höherer
Ansprechschwelle gerade erst in Erscheinung wenn der Hauptbetroffene
bereits stark leidet.

Obwohl der BT als von außen kommend empfunden wird, stammt der individuelle
BT nicht von außen, sondern es handelt sich um eine akustische Täuschung.
Die Täuschung ist leicht verständlich, da die Muskelzuckungen das
Trommelfell jedoch von dessen Innenseite voll erreichen. Der Ton selbst
ist, wie die oben angegebenen Links bestätigen, somit im Mittelohr real
vorhanden und keine Illusion. Dafür spricht auch der mehrfach beschriebene
Versuch "Kopf unter Wasser". Von außen in das Ohr eindringendes Wasser
senkt die Impedanz des Trommelfells. Dadurch wird die BT-Schwingung so
bedämpft, dass sie schwächer wird und die Hörschwelle unterschreitet.

Wenn ich aber willkürlich meinen Brumm im linken Ohr für ca. 1 Sekunde
erzeuge, entsteht zu gewissen Zeiten gleichzeitig ein Knistern und manchmal
sogar zweifaches Knacken am Trommelfell. Es knackt am Anfang, wenn der
Muskel das Trommelfell anspannt und am Ende, wenn es sich wieder entspannt.
Da sich zufällig auch mal die Faser eines Wattestäbchens für zwei Tage an
das Trommelfell verirrt hatte, wurde meine Theorie bestätigt. Bei dem
willkürlichen Brumm des Trommelfells war am Kratzen zu hören, dass dieser
Brumm direkt am Trommelfell stattfindet (Myoklonus).

Wenn der BT beidseitig gehört wird, entstehen nach meiner Ansicht zwei
vollkommen unabhängige Töne. Es handelt sich neben dem räumlichen Hören um
eine neue Qualität, die dem Hörzentrum fremd ist. Räumliche Signale werden
wegen Laufzeitdifferenzen vom Gehirn als von außen kommend mit einem
Richtungseindruck empfunden. Die beiden BT werden zwar als von außen
kommend interpretiert, aber vom ZNS kann keine Richtung extrapoliert
werden, da die beiden Töne zueinander völlig beziehungslos sind. Außerdem
wäre bei tiefen Tönen eine Laufzeitdifferenz schwerer detektierbar. Daher
ist das Richtungshören im Tieftonbereich normalerweise kaum oder nur durch
entsprechende Bewegungen des Kopfes möglich.

4.2 Simpler Beweis der Lokalisation der BT-Oszillation im ZNS.

4.2.1 Allein das bei einigen Betroffenen einseitige Auftreten des BT ist
schon eine Tatsache, die zu einer einfachen logischen Konsequenz führt: Der
BT muss im Kopf entstehen. Wenn es sich um Schall von außen handelte,
müsste bei normalen Hörkurven eine Körperdrehung um 180 Grad eigentlich zu
einem BT im anderen Ohr führen. Der BT folgt aber der Drehung des Kopfes.
Außerdem wird er bei Ortswechseln für ein bis zwei Tage mitgenommen. Also
befindet er sich im Kopf, wenn kein Walkman beteiligt ist.

Die Anregung durch Hochfrequenz scheidet aus, da sich Neurone nicht im
Geringsten dadurch stimulieren lassen. Wer es trotzdem auf dem Forum
behauptet, sorgt nur dafür, dass kompetente Personen kopfschüttelnd einen
großen Bogen um die IGZAB machen.

Auch der Aufenthalt auf weiter Flur lässt den BT nicht sofort verstummen,
weil sich anregende Stoffe noch im Blut befinden. Bei manchen verstummt der
BT auch nach zwei Tagen nicht, weil diese Stoffe auch am Urlaubsort weiter
mit der Nahrung zugeführt werden.

4.2.2. Wombattl hat bei seinen vielen ausgezeichneten Experimenten und
Erklärungen schon vor Jahren mehrfach eine Beobachtung genannt, deren
Konsequenz nach meiner Erinnerung nicht beachtet wurde. Es handelt sich um
ein Detail seiner Schwebungsversuche. Für die letzten Zweifler ist es aber
der schlüssige Beweis, dass der BT in Verbindung mit neurobiologischen
Funktionen innerhalb des Gehirns entsteht. Wombattl konnte nämlich die
Frequenz seines BT durch einen überlagerten variablen Ton eines
Tongenerators (Luftschall) etwas mitziehen, nachdem phaselock (phasenstarre
Synchronisation) eingetreten war. Der Tongenerator war sicher nicht auf den
BT eingerastet, sondern umgekehrt. ;)

Prinzipiell lässt sich die Frequenz einer Oszillation ausschließlich am
Oszillator, also am Punkt der Entstehung variieren und nicht mehr am
weitergeleiteten entkoppelten Signal. Ein objektiver BT aus der Umgebung
würde mit dem Testsignal auch eine Schwebung erzeugen, die zwar bis Null
ginge, aber keinen Einrast- und Zieheffekt ergeben.

4.3 Wo im Gehirn entsteht der Brummton?
Der BT entsteht durch Zittern des Musculus tensor tympani oder Musculus
stpedius im Bereich des Mittelohrs. Der Muskel arbeitet jedoch nicht
autonom, sondern seine Muskelspindeln unterliegen der Führung
übergeordneter zentralnervöser Strukturen samt deren Charakteristika und
Störanfälligkeiten.
Seite 26 von 50
http://www.uni-leipzig.de/cognition/lehrbuch/propriozeption.htm
http://www.uni-leipzig.de/cognition/lehrbuch/spindel.jpg
Forschungsergebnisse zu auditorisch evozierten Potenzialen beziehen sich
auf den Kern Colliculus inferior (IC). Daher nehme ich an, dass sich auch
der motorische Kern des Musculus tt in dieser Region befindet. Die Kenntnis
der anatomischen Lage dieses Kerns ist für uns zweitrangig. Wir müssen die
funktionellen Zusammenhänge verstehen, damit wir durch entsprechendes
Verhalten den BT nicht nur im Urlaub, sondern auch in der eigenen Wohnung
abstellen können.

4.4 Wie entsteht der BT?
Da das Ohr die Funktion eines Mikrofons hat, kann es eigentlich selbst
keine Töne erzeugen. Fachleuten ist bekannt, dass das Ohr auch zwei kleine
Muskeln enthält, die in der Paukenhöhle mit den Gehörknöchelchen und so
mechanisch mit dem Trommelfell in Verbindung stehen.
http://www.dalaerm.de/wett2001/wb002/schutzeinrichtung.htm

Die ungewollten Schwingungen entstehen spontan in einzelnen wenigen
Neuronen im ZNS und werden vom biochemischen Milieu in den Synapsen
beeinflusst. Bei dem BT sind speziell Motoneurone betroffen. Als Folge
dieser unnatürlichen neuronalen Aktivität kommt es zu entsprechenden
Reaktionen zugeordneter Muskeln.

Wenn die spontane neuronale Aktivität Muskelfasern im Ohr erreicht, wird
das Trommelfell durch entsprechende Muskelzuckungen in Schwingung versetzt.
So entsteht der (individuelle) Ton im Mittelohr durch Vibrationen
hauptsächlich des Musculus tensor tympani und wird so in die natürliche
Hörbahn geleitet. Gehört wird das Zittern des/der Ohrmuskeln.
http://www.neuro24.de/trmordas_erbliche_zittern.htm
Jeder gesunde Muskel am Skelett gibt bei Aktivität ein brummartiges
Geräusch ab. Es ist normal nicht hörbar.

4.4.1 Selbstversuch: Wenn man mit den Zeigefingern jeweils den äußeren
Gehöreingang mit dem davor befindlichen knorpeligen Fortsatz gerade so
leicht zudrückt, hört man die Aktivität der Armmuskulatur. (Bitte sofort
probieren.) Es sind nicht die Vibrationen der U-Bahn von Tokio. Hier kein
Smilie, sondern Oberlehrer-Zeigefinger!

Die Zunahme der Neuronenaktivität am Kaumuskel kann man auch schön
verfolgen, wenn man ein Ohr auf ein festes Kissen oder Nackenrolle legt und
mit langsam steigender Kraft die Zähne zusammenpresst. Der entstehende
Körperschall wird vom Kissen auf die äußere Ohröffnung übertragen. Das
Muskelbrummen entsteht aus der Überlagerung der vielen zeitlich versetzten
Nervenimpulse, von denen jeder einzelne über die Muskelspindeln an der
jeweiligen Muskelfasergruppe eine kurze Einzelzuckung erzeugt. Die
Überlagerung multipler Kontraktionen der Muskelfasern bewirkt in der Summe
die Kraft und Bewegung.

4.4.2 Es ist schon über hundert Jahre (oder so?) bekannt, dass die
Lautstärkebegrenzung im Mittelohr reflektorisch, also durch Rückkopplung
(Regelkreis, feedback), oder genauer gesagt Gegenkopplung, erfolgt. Im
Interesse einer kurzen Reaktionszeit (in der Literatur wird eine Latenzzeit
(Verzögerung) von ca. 30-100 ms genannt) müssen die afferenten sensorischen
Impulse aus dem Cortischen Organ also ohne Umwege in einer Pegeldetektion
ausgewertet werden. Diese Auswertung dürfte sich quer über mehrere Tausend
Neurone erstrecken, die zumindest teilweise das Tonspektrum
amplitudenspezifisch erfasst. Die Proben müssen dann je Seite konvergent
einem motorischen Kern zugeführt werden, der seinerseits über zahlreiche
Nervenfasern die Muskelspindeln des Musculus tt mit vielen zeitversetzten
Nervenimpulsen steuert.

Geklärt ist, dass für den Reflex des Musculus tensor tympani spezielle
unabhängige Haarzellen in der Cochlea vorhanden sind, die in Verbindung mit
den zugehörigen Strukturen recht ausgefallene Reflexreaktionen zeigen.
Insbesondere sind die Ansprechschwellen dieser Haarzellen höher als die der
übrigen sensorischen Zellen, deren Ansprechempfindlichkeit normalerweise
die Hörschwelle ausmacht. Der Reflex wird somit erst durch etwas stärkere
oder sich abhebende Töne ausgelöst. Außerdem erfolgt nach Überschreitung
dieser Schwelle eine reflektorische Kontraktion des tt. Das sind eigentlich
die besten Voraussetzungen für Regelschwingungen. Verhindert werden diese
durch eine ausgeprägte Abklingzeit (knapp 1s), die wiederum eines
neuronalen Speichereffektes bedarf. Dieses Verhalten wird auch als "Tensortympani-
Syndrom" bezeichnet.
http://www.tinnitus.org/home/frame/Tensor%20tympani%20syndrome_Klochoff.pdf

So hat sich der BT bei mir auch durch ein Fingerschnippen oder ein
schnelles Vorbeistreifen an der Ohröffnung für knapp eine Sekunde
unterdrücken lassen. Manche von euch können diesen Effekt auch durch Wedeln
mit einer Zeitung auslösen. Nach diesem Prinzip dämpfen ja manche von euch
den BT durch spezielle Hintergrundgeräusche im Zimmer (Ventilator,
Zimmerspringbrunnen, CD usw.).

4.4.3 Die Skelettmuskulatur hält einen gewissen Ruhetonus durch Gamma-
Aktivierung der Muskelspindeln aufrecht. Im Gegensatz dazu hat der tt auf
Grund seiner erhöhten Ansprechschwelle und wegen eines fehlenden
Antagonisten normalerweise keinen Ruhetonus. Der Tonus dieses Muskels kann
allerdings durch Stress gesteigert sein.
http://www.strathmann.de/sag/public/topics/koerper/bewegungm.php#bewegung
Für die Stakkato-Zuckungen des Muskels sind Regelschwingungen in den
Muskelspindeln wahrscheinlich Insbesondere können sie im Zusammenhang mit
gesteigerter Sensibilisierung durch überschießende Reflexreaktion
entstehen.
http://www.uni-saarland.de/fak5/swi/alles/lehre/kontrolle/reflexe.htm
http://www.talessin.de/download/scripte/bionik.pdf (ab Seite 17)
Neuromuskuläre Erkrankungen:
http://www.dgm.org/muskelk/lexikon.html#s
http://www.aerztekammer-bw.de/25/15medizin04/B29/1.pdf

4.4.4 Häufiger als BT-Schwingungen im Ohr gibt es unkontrollierte
Schwingungen am Auge. Es existieren zahlreiche diesbezügliche
Untersuchungen. Es kommt jedoch nicht zu optischen Phantomwahrnehmungen,
sondern es handelt sich vorwiegend um unkontrollierbare rhythmische Hinund
Herbewegungen der Augen. Sie werden unter dem Begriff Nystagmus
zusammengefasst. Spontannystagmus ist ein Nystagmus, der in Ruhestellung
des Kopfes, also ohne Reizung des eng gekoppelten Gleichgewichtsorgans
auftritt. Nystagmus wird auch dann beobachtet, wenn das Auge keine
Gegenstände oder Umrisse fokussieren kann. Wohlgemerkt sind es muskuläre
Schwingungen bei der Ausrichtung des Augapfels. Ein Teil der Fälle deutet
auf neurologische Störungen im ZNS hin. Dabei werden auch
Spontanaktivitäten! der steuernden Nerven beobachtet.
http://www.lowvision.org/nystagmus.htm
http://www.neuro24.de/schwinanat.htm

Abschnitt Nystagmus suchen:
http://www.neuro24.de/hirnnerven_augenmusk.htm
Auch während des Schlafs „durchlebt“ das Gehirn mehrere Phasen. Während der
REM-Phasen führen die Augenmuskeln rasche Augenbewegungen über Hirnnerven
(entspricht extrapyramidal) durch, wobei die Muskeln der Pyramidenbahn
(Willkürmotorik), die Atemmuskulatur ausgenommen, nahezu inaktiv bleiben.
Bei nächtlichem Bruxismus (Pressen, Zähneknirschen; ca. 30% der
Bevölkerung) ist die Kaumuskulatur ebenso äußerst aktiv. Es ist sogar
denkbar, dass die LTP2 des tt-Kerns und somit der BT nachts ebenso wie REMAktivitäten
stimuliert wird, obwohl die Motorik der Augenmuskeln einem
eigenen abgesetzten System unterliegt.
http://www.netessays.net/viewpaper/16815.html

4.5 Äußerungen des ZNS
Das Gehirn ist die höchstkomplexe natürliche Steuerung mit sensiblem bzw.
sensorischem Input und dem umfangreichen Output. Den weitaus größten Teil
des Outputs nehmen äußerst fein abgestimmte Aktionen der über 600 Muskeln
ein. Daneben gibt es noch die Hormonproduktion und die Regelung der
Körpertemperatur.
http://www.sportunterricht.de/lksport/muskel5.html
http://neurologie.onlinehome.de/neukurs1.htm#Anfang

Wir leben dadurch, dass in jeder Sekunde über eine Million Nervenimpulse
(Spikes) durch unser Gehirn schießen. Das bedeutet aber keinesfalls, dass
man das Gehirn nun mit einer Frequenz um 1 MHz beeinflussen könnte. Der
Synchronisationstakt durchläuft ständig das Gehirn und sorgt an zigtausend
Neuronen gleichzeitig für Selektionsprozesse und Verknüpfungen mit
Lerneffekten. Neben dieser Million Spikes trägt der BT vielleicht 700
Spikes pro Sekunde an verschiedenen Punkten zusätzlich bei. Die brauchen
und können nicht von außen eingestrahlt werden, zumal Neurone durch
Hochfrequenz nicht beeinflussbar sind. Es sind schon so viele natürliche
Spikes gleichzeitig im Gehirn aktiv, so dass es auf die wenigen
zusätzlichen Aktivitäten nicht ankommt. Man muss die individuelle BTSchwingung
nicht länger außerhalb des Kopfes suchen.

4.5.1 Wenn der BT im rein sensorisch-neuronalen Bereich der Hörbahn
entstünde, wäre er durch Spontanaktivität eines bestimmten Neurons im
Bereich der Tonotopie ausgelöst. Warum sollten durch Schallereignisse oder
gar Strahlung nur gerade die Nervenzellen angeregt werden, die im Spektrum
für ca. 70 Hz zuständig sind? Warum haben die mehr als zehntausendfach
homolog vorhandenen Strukturen des restlichen Tonspektrums keine
Spontanaktivität? Eine solche Aktivität müsste sich als Wahrnehmung eines
zufälligen Tones, von Rauschen oder Sammelsurium von Tönen äußern. Für
Tinnitus treffen derartige akustische Wahrnehmungen schon zu, kaum aber für
den BT.

Daher komme ich zu dem Schluss, es handelt sich bei dem BT weder um einen
sensorischen noch virtuellen, sondern motorischen Effekt. Dieses Prinzip
entspricht auch den RLS-Aktivitäten und der Steigerung der Herzaktivität.
Beachtenswert ist der Hinweis, dass Chopper-Neurone eine charakteristische
Eigenfrequenz besitzen.
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/briede/diplomarbeit/122.html

Jeder Betroffene hört eine eigene BT-Frequenz. Diese zwar
amplitudenmodulierte aber relativ konstante Frequenz bringe ich mit
anatomischen Strukturen in Verbindung und sehe darin eine biometrische
Größe. Zu diesem Schluss komme ich, weil sie sich von außen kaum
beeinflussen lässt. Außerdem ist die Frequenz zwischen den Betroffenen
nicht einheitlich und daher auch nicht von einer äußeren übergeordneten
Quelle oder Instanz gesteuert. Hingegen ist die Frequenz nach meiner
Ansicht individuell von der Eigenfrequenz bestimmter Neurone und der
Laufzeit über mehrere Neurone im Rückkopplungszweig bzw. Länge der Leitung
abhängig. ;) Bekanntlich ist die Lautstärke meistens nicht wie bei
Tinnitus konstant und ich kann sie bei mir monatelang so beeinflussen, dass
sie auf Null bleibt. Nur nach einem Essen in einer Gaststätte, durch
Unachtsamkeit bei der Wahl von Speisewürze oder entsprechenden Zutaten
taucht der BT manchmal wieder auf.

4.5.2 Tinnitus ist der Oberbegriff für Ohrgeräusche. Betroffene
unterscheiden jedoch strikt zwischen BT und Tinnitus. Gegen den BT ist
zusätzlich Tieftontinnitus abzugrenzen, der sich sehr ähnlich anhört.
Anfang November 2004 hatte ich plötzlich einen solchen konstanten Ton, der
durch nichts zu beeinflussen war. Sofort eingeleitete
durchblutungsfördernde Maßnahmen mit ASS (Aspirin) und körperliche
Aktivität ließen den Ton nach drei Tagen abrupt wieder verstummen.
Die motorische Komponente einer Lautstärkebegrenzung im Ohr stellt
solchermaßen, neben dem Musculus stapedius, hauptsächlich der Musculus
tensor tympani dar. Naheliegend wäre jetzt, dass die BT-Schwingung aus
einer durch Sensibilisierung verstärkten Rückkopplung der Systemlaufzeit
dieses gesamten Regelkreises entsteht. Die Systemlaufzeit (Latenzzeit,
Erregungsanstieg, Ausbreitung, Refraktärphase multipliziert mit den Stufen
der Kaskadierung über mehrere Neurone im Rückkopplungsweg usw.) ist sicher
zu groß, um eine Resonanzfrequenz um 70 Hz zu erreichen.
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/briede/diplomarbeit/diplom.html

Trotzdem kann ich auch heute noch in meinem rechten Ohr (frühere BT-Seite)
solche Regelschwingungen beobachten, die wahrscheinlich mit der
Systemlaufzeit in Kombination mit einer Sensibilisierung zusammenhängen. Da
die Schwingungen nur einseitig zu beobachten sind, dürfte es sich um eine
Sensibilisierung auf neuronal-regenerativer Ebene handeln. Es entstehen
dumpf wirkende (Stakkato-) Zuckungen im Ohr, die jeweils ansatzweise den
Eindruck des BTs enthalten. Auslösend sind bisweilen das Motorgeräusch
vorüberfliegender Sportflugzeuge, das Lüftergeräusch eines
Mikrowellengerätes, schlecht zentriert drehende CDs und ein
Abluftventilator. Ähnliche Erfahrungen haben bereits früher schon Daniel,
Ewald, Wombattl und Gimmel auf dem Forum mitgeteilt. Ich konnte bis zu ca.
5 Zuckungen/s im Ohr „spüren“ und grob mitzählen. Diese 5n/s gehen
allerdings sehr wahrscheinlich auf eine entsprechende Systemlaufzeit und
die Regelzeitkonstante zurück. Die Frequenz der Zuckungen befindet sich in
Übereinstimmung mit Reaktionszeitmessungen von AEP (Auditorisch evozierte
Potenziale) auf Tonbursts. Angegeben waren auf der Site 130 ms aber sie ist
inzwischen gelöscht.
??? http://eralab03.uni-muenster.de/ross/research/diss/node1.html
http://www.praxinfo.de/index.php?topid=7&groupid=544&subgroupid=770&content
id=634

4.6 Ausgangspunkt des BTs ist neuronale Spontanaktivität einzelner
Motoneurone des t.t.-Kerns. Spontanaktivität, Spontantremor oder
Ruheaktivität sind Grundbegriffe der Neurobiologie. An sensiblen Neuronen
(z.B. Wärme- u. Tastsinn) sind Ruheaktivitäten normal, da sie meist
differentiell-adaptiv reagieren.

Jedes Neuron hat eine bestimmte Aufgabe und Impulsweiterleitungen erfolgen
unter Konvergenzbedingungen, die in genetisch-anatomischer Grundstruktur
angelegt nach erlernten Mustern gebahnt ablaufen. Normalerweise werden im
Durchschnitt von einer ankommenden Welle weniger Impulse weitergeleitet als
ankommen. Die Welle schrumpft also konvergent zu logisch-dynamisch
gefilterten Zielen wie Empfindungen, motorischen Aktivitäten, Gedanken oder
Vorstellungen. Bei einer lokalen Sensibilisierung kann es zu einer
Verbreiterung der Welle mit lawinenartigem Anschwellen der Impulsfront z.B.
bei einem epileptischen Anfall kommen.

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/lis/4644/1.html

Die Ausbildung von Spontanaktivitäten an Motoneuronen ist jedoch
tatsächlich das Merkmal einer Störung durch Sensibilisierung.
http://www.medizinfo.de/kopfundseele/epilepsie/fokale_anfaelle.shtml
Seite 4:
http://www.zeitschrift-sportmedizin.de/images/heft1201/a03_12_01.pdf
http://eos.bio.tudarmstadt.
de/aglangner/briede/diplomarbeit/DiskussionUrsprungderPotentiale

Muskelerkrankungen:
http://www.dgm.org/muskelk/index.html

Veröffentlichungen zur Ruheaktivität von Motoneuronen sind spärlich. Bei
meinen Recherchen bin ich aber zu der Ansicht gekommen, dass es zur BTEntstehung
analoge neuronale Vorgänge bei der zentralnervösen Verarbeitung
von Schmerzen gibt. Ruheaktivität gibt es normalerweise weder bei
Motoneuronen des Musculus t.t. noch bei Nozizeptoren (Schmerznerven). Die
myoelektrische (im Muskel) Aktivität ist normalerweise sehr gering.
http://www.neuro.med.tu-muenchen.de/dfns/wissen.html

4.7 Durch exzitatorische Störungen entstehen bei Motoneuronen
Muskelvibrationen und bei Nozizeptoren Spontanschmerzen (Phantomschmerzen,
Neuralgien) ohne feststellbare äußere Ursachen. Ähnliche
Sensibilisierungsmechanismen scheinen auch neuropathischen Schmerzen bei
der Polyneuropathie und Fibromyalgie zu Grunde zu liegen. Wegen der
Dringlichkeit entsprechender medikamentöser Schmerzbehandlungen gibt es
zahlreiche Untersuchungen und Forschungsergebnisse, die wir wiederum
gedanklich auf den BT übertragen können.
http://www.stk-ev.de/2003/pages/zeitschrift/z3_00/art_307.html
http://www.deeptissue.de/deutsch/neurobio.htm
http://www.medical-tribune.de/GMS/bericht/Fibromyalgie
http://www.aerztezeitung.de/docs/2000/12/05/219a0203.asp
http://www.fibromyalgie-aktuell.de/
http://www.sozialportal.de/Krankheiten/Fibromyalgie.html
http://www.m-ww.de/krankheiten/rheuma/fibromyalgie.html
http://www.phantomschmerzen.de/

Da der tt-Reflexbogen erst ab einer gewissen Lautstärke anspricht, ist
nicht einmal absolute Stille für den BT erforderlich. Die akustischen
Auslöser (Trigger), die ihr messen wollt, sind ja gerade (oder längst)
verstummt, wenn der BT beginnt. Empfindlichere und teuere Messgeräte
bringen sicher unzählige weitere Komponenten ins Spiel und vernebeln den
Blick auf wirkliche Zusammenhänge komplett. Dann kann man den BT gleich der
Chaosforschung anvertrauen. Die bereits bekannten Hintergrundgeräusche
taugen eventuell, um den tympani-Reflex auszulösen (T1 im Bild1) und damit
die Ruheaktivität (= Brummton) zu dämpfen (Zimmerventilator, Fensteröffnung
oder Umgebungsschall).

Zumindest ergeben die Beobachtungen vieler Betroffener und Wombattls FFTgestützte
Überlegungen den Hinweis auf die Existenz einer LTP2, deren
Aktivierung (T2) als Auskopplung aus der Hörbahn selbst erfolgt.
Neurophysiologisch wird diese LTP2 wohl zur Ausrichtung der Aufmerksamkeit
des Bewusstseins auf akustische Ereignisse aktiviert.

Bei mir selbst kann ich keine Symptome beobachten, die eine Verbindung
zwischen einer solchen LTP2 und dem BT bestätigt. Die neuronalen Strukturen
sind aber bei jedem Betroffenen anders verknüpft. Wenn bei manchen
Betroffenen eine triggernde Verbindung besteht, wird diese gemäß Punkt 3.7.1 möglicherweise nicht mehr gelöscht.
Die Töne, die im Bereich der Evaluationskaskade zur Triggerung des LTP2-
Speichereffekts (T2) erforderlich sind, dürften jedoch von ähnlicher
spektraler Zusammensetzung sein wie für T1. Sie unterscheiden sich wohl
darin, dass über T1 die Ruheaktivität unterbrochen wird und außerdem die
beschriebenen Stakkato-Zuckungen des Reflexbogens ausgelöst werden, während
Über T2 ein länger anhaltender LTP-Speichereffekt wirksam wird, der auch
das Nachbrummen unterhält.

5. Worauf ist die BT-Sensibilität zurückzuführen?
Übereinstimmend wird von Betroffenen auf dem Forum eine individuelle
Sensibilität als Unterscheidungskriterium gegenüber Nichthörern postuliert.
Grundsätzlich sind an der Ruheaktivität drei Wirkungsmechanismen beteiligt:

5.1 Besondere neurobiologische Eigenschaften des motorischen tt-Kerns
selbst. Durch degenerative Veränderungen oder neuronale Plastizität kommt
es zu einem Ungleichgewicht zwischen Bahnung und Hemmung mit der Tendenz
gesteigerter Neuronenaktivität. Die Wahrscheinlichkeit solcher
Veränderungen wächst mit dem Lebensalter. Jugendliche haben selten BT. Zu
Anfang habe ich vergessen, eine Verifikation bei der Auswertung der
Fragebögen zu erwähnen. Die Wahrscheinlichkeit für den BT nimmt
offensichtlich ca. ab dem 50. Lebensjahr zu.

5.2 Die Summe pharmakologischer/hormoneller Störfaktoren, die seit Jahren
zunehmend von Umweltbelastungen ausgehen. Mit der Nahrung werden
pharmakologisch wirksame Stoffe aufgenommen, die die
Depolarisationsschwellen (Mempranpotenzial) vieler Neurone absenken und
damit zu einer generellen Anhebung der Aktivität führen, was sich z.B. auch
in der Zunahme von ADSH-Fällen äußern könnte.

Jetzt (Aug.2005), als ich vor dieser Veröffentlichung einige inzwischen
tote Links ersetzen wollte, stieß ich auf nachfolgenden Link mit
ausführlicher Beschreibung. Es geht um die Mehrfachsensibilisierung von
Neuronen durch chemische Substanzen. Wer die neurobiologischen und
biochemischen Aussagen insbesondere den Zusammenhang und die Interaktion
mit NMDA-Neuronen durchschaut hat, versteht auch mein BT-Modell. Ich sehe
diese Site als Bestätigung meiner Überlegungen insbesondere im Zusammenhang
mit Glutamat und postsynaptischen Rezeptoren an. Ich hätte mir viel
kombinatorische Arbeit ersparen können.
http://molecular.biosciences.wsu.edu/Faculty/pall/pall_mcs.htm

5.3 Das Ansprechen eines übergeordneten neuronalen Speichereffektes (LTP),
der als gate-control die nachgeordneten neuronalen Strukturen steuert
(bahnt/potenziert).

Kein Faktor wirkt nach dem Alles oder Nichts-Prinzip, sondern mit
Übergängen und verzögert. Auch lässt die gesteigerte Intensität einer
Komponente eine oder mehrere weitere Komponenten entbehrlich werden.
Darüber hinaus handelt es sich teilweise um dynamische neuronale Vorgänge,
die sich von Sekunde zu Sekunde ändern können und eine eindeutige Zuordnung
von Ursache und Wirkung verschleiern. Unentbehrlich dürfte aber der unter 3.2.2 aufgeführte Regenerationseffekt sein, der die Betroffenen von den
Nichthörern unterscheidet. Der einseitig hörbare BT dürfte auch in dieser
neu entstandenen und auch nur einseitig „funktionierenden“ neuronalen
Veränderung begründet sein.

6. Neuronale Degeneration und Regeneration als grundlegender Faktor der BTRuheaktivität.

6.1 Vor Jahrzehnten war man noch der Ansicht, dass die Zahl der Neurone im
Gehirn in der Kindheit das Maximum erreicht und von da an durch
Degeneration kontinuierlich abnimmt. Das stimmt auch. Ca. 20% der Neurone
gehen im Laufe des Lebens verloren (100.000/d). Insbesondere degenerieren
ungenutzte Neurone. Inzwischen weiß man aber auch, dass über
hormoninduzierte Regeneration (Estrogene) ein Teil der erforderlichen
Neurone wieder ersetzt wird. Durch Wiederherstellung bleibt das Gehirn
nahezu voll funktionsfähig. Diese Reorganisation der synaptischen
Verbindungen unterliegt aber nicht mehr so exakt einer Kontrolle. So
entstehen auch nachteilige neuronale Strukturen, die zu unkontrollierten
Reaktionen führen können. Bei der Epilepsie können solche nachteiligen
Strukturen auch bereits genetisch präformiert sein, daher tritt Epilepsie
auch bei Jugendlichen auf.

Die Erregungen von einem Neuron auf ein nachgeordnetes werden nicht
elektrisch, sondern biochemisch durch Neurotransmitter vermittelt.
http://www.vankuyen.net/brain/chapter02_transmitters.htm Die
Antwortreaktion (Depolarisation) eines Neurons erfolgt normalerweise als
Folge der Integration nahezu gleichzeitig ankommender bahnender und
hemmender Aktionspotentiale bei Überschreitung der Depolarisationsschwelle.

Die Entscheidung, ob an den angeschlossenen Synapsen jeweils eine
Depolarisation ausgelöst wird, folgt einer Art Majoritätslogik. Modulierend
beeinflusst werden solche Reaktionen durch Hormone (Botenstoffe). Bei einer
Überreaktion können entweder die Aktivität der exzitatorischen Neurone
überwiegen oder die der hemmenden Neurone reduziert sein, oder die
Rezeptoren abnorm verteilt bzw. verknüpft sein. Grundsätzlich besteht bei
einem epileptischen Anfall ein Überwiegen von exzitatorischen gegenüber
inhibitorischen neuronalen Erregungen. Die sog. Krampfschwelle der Zellen
ist herabgesetzt.
http://www.mediadesk.unizh.ch/2001/0243/projekt4.html

Abnorme Regenerationsstrukturen, die z. T. nach früheren ausgeprägten
Anfällen gebildet wurden, fördern ebenfalls die Anfallsentstehung.
Erregungen breiten sich kaskadenartig aus und es entstehen durch bahnende
Rückkopplungswege lawinenartig neue Erregungs- und Entladungswellen die
große Teile des Gehirns wie ein "Gewitter" überrollen.

Interessant ist, dass solche motorische Entladungen sensorisch eng mit dem
Hörzentrum und Sehzentrum verbunden sind. Rhythmische Musik und
Lichtänderungen können wellenfrontformend und synchronisierend auf die
Erregungsausbreitung im Gehirn wirken und so epileptische Anfälle auslösen.
Außerdem wird berichtet, dass Betroffene während eines Anfalls ganze
Musikstücke halluzinatorisch erleben können.
http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/gehirn/epilepsie.xml
http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/gehirn/stoerungen.xml
http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,2005748,00.html
http://www.musikmedizin.com/04_Epilepsie/Epilepsie06Asymmetrie.htm

Vor einem Anfall ist auch die zunehmende Aktivität endokriner Drüsen
charakteristisch, die zum Anstieg bestimmter Hormonspiegel und
wahrscheinlich zu einer generellen Absenkung der Depolarisationsschwellen
von Motoneuronen führt, mit der Tendenz einer Anfallsauslösung. Hunde
können dies offenbar riechen. In einem Fernsehbericht habe ich vor Jahren
gesehen (nicht am 1. April), dass sie darauf dressiert werden Betroffene
rechtzeitig zu warnen, um Sturzunfälle zu verhindern. Habe hierzu gerade
neuen Link entdeckt:
http://www.br-online.de/politikwirtschaft/
mittagsmagazin/dynamisch/aktuell/stories/257hundepilepsie.htm

Ich behaupte nun nicht, dass der BT mit einer Epilepsie in Verbindung
steht. Aber der Effekt der Regeneration, der aus der Epilepsieforschung
bekannt ist, besteht zumindest beim BT lokal aus einem kleinen
Regenerationsgebiet, das die grundlegende Basis für die Entstehung des BT
bildet. In beiden Fällen handelt es sich um motorische Neurone, deren
Deoplarisationsschwellen durch Eigenbahnung (Erregungskreis) abgesenkt und
somit „sensibler“ sind.

6.2 Neuronale Plastizität.
Neurotransmitter im intersynapischen Spalt verhalten sich noch indifferent.
Ob eintreffende Impulse bahnend oder hemmend wirken, entscheidet sich erst
auf der Innenseite der postsynaptischen Membran durch die beteiligten
Neuropeptide. Und selbst diese intrazellulären Entscheidungsmechanismen
können sich funktionell im Laufe der Zeit dem Bedarf lernend anpassen
(Konditionierung / Neuroplastizität). Hier erfolgt die Kurz- und
Langzeitmodulation der Erregungsübertragung, welche Plastizitäts- und
Lernprozessen zugrunde liegt.
http://www.klinik.uni-frankfurt.de/graduiertenkolleg/betz.htm
http://www.uni-heidelberg.de/uni/presse/rc9/3.html (Schmerzverarbeitung)

Mit Bezug auf Schmerzwahrnehmung ist dieses Prinzip auch auf die
zentralnervöse Verarbeitung (schmerzhafter?) akustischer Reize übertragbar.
Danach bleiben langanhaltende intensive Reize in neuronalen Strukturen als
Prägung erhalten. Ähnlich scheint auch Tinnitus geprägt zu werden. Er
entsteht im deklaratorischen Langzeitgedächtnis (Kortex).

6.3 Andere gesteigerte neuronale Ruheaktivität.

5.3.1 Hauptsächlich bei Parkinson gibt es im Gegensatz zum Alterstremor
eine Ruheaktivität. Der BT steht wohl nicht mit Alzheimer oder der
Multiplen Sklerose in Verbindung.

In letzter Zeit hat man bei Parkinson mit Hilfe von speziellen
Schrittmachern erstaunliche Erfolge erzielt. Normalerweise werden die
zahlreichen Muskelfasern eines Muskels durch viele zeitlich fein gestreute
Impulse angesteuert. Bei der Parkinson-Erkrankung ist die feine Verteilung
dieser Multiplex-Impulse im ZNS gestört. Es kommt zur Synchronisation
vieler Steuerimpulse. Dadurch reagieren viele Muskelfasern blockweise mit
der Folge von Schüttelbewegungen und dem Verlust der Feinmotorik.
Durchbrochen werden kann diese Synchronisation mit speziellen
Schrittmachern, deren Elektroden in das Gehirn an entsprechenden empirisch
ausgewählten Stellen implantiert werden.
http://www.3sat.de/nano/astuecke/50742/
http://www.medizinfo.com/kopfundseele/multiplesklerose/msana.htm
Differentialdiagnose; ist Zittern eine Krankheit?
http://www.aerzte-bl.ch/extern/HTML/der_arzt_raet/nerven/zittern.html

6.3.2 Das Restless Legs Syndrom (RLS) stellt eine neurogene motorische
Störung mit Ruheaktivität dar. Auch manche BT-Betroffene schildern
Erfahrungen mit RLS-artigen Störungen. Eine Korrelation von BT mit RLS
könnte signifikant sein, da die auslösenden Faktoren ähnlich sein dürften.
Beide Phänomene können kurzzeitig gedämpft werden, indem die Muskulatur
aktiv bewegt wird. Bei dem BT geschieht dies durch schwachen Schall (z.B.
Ventilator usw.).
http://www.mdr.de/hier-ab-vier/natuerlich-gesund/170722.html
On the basis of treatment response, restless legs syndrome has been linked
to dopaminergic or opiate abnormalities. Dopamine blockers and opiate
blockers reactivate symptoms when given to patients with the syndrome.
Results of single-photon emission computed tomography have suggested
deficiency of dopamine D2 receptors. Sympathetic hyperactivity has also
been implicated on the basis of observations that sympathetic nerve
blockade relieves periodic limb movements of sleep and that alphaadrenergic
blockers improve symptoms of restless legs syndrome. Studies
also have suggested possible underactivity of the serotonin and gammaaminobutyric
acid neurotransmitter systems.
http://www.postgradmed.com/issues/1999/03_99/evidente.htm
http://www.mdvu.org/library/disease/rls/

6.3.3 Sicher sind auch Interneurone von ungünstigen Regenerationen
betroffen. Ich könnte mir vorstellen, dass ähnliche exzitatorische Effekte
wie bei dem BT auch bei mehreren neuropathischen Erkrankungen wie ADSH
(Hyperaktivitätssyndrom) beteiligt sind.
Hyperaktivität entsteht auch durch Blockade der Andockstellen für Dopamin.
Dieser Zustand könnte mit Omega-3 Fettsäuren behandelt werden.
http://kind.qualimedic.de/Teilleistungsstoerungen_begriffe.html
http://kind.qualimedic.de/Teilleistungsstoerungen_ueberaktivitaet.html

7. Synaptische Informationsübertragung und deren Beeinflussbarkeit
Im ZNS laufen höchst komplexe biokybernetische Prozesse zwischen
sensiblem/sensorischem Input und motorischem Output ab. Natürlicherweise
wird das Gehirn von Hormonen über die Blutbahn moduliert. Vom Gehirn aus
gehen auch Informationen über Neurosekretion (z.B. Hypophyse) in viele
Zellen des Körpers. Dieser Übertragungsweg arbeitet träger aber auch länger
anhaltend als die neuronale Signalübertragung.

Programmiert wird das Gehirn immer über die Sensorik z.B. durch ständige
tägliche Lernvorgänge/Erfahrungen seit der Kindheit durch „Begreifen“,
Sehen, Kommunikation, Düfte, Suggestion, Hypnose usw. Die daraus
abgeleiteten Entscheidungen laufen in biochemischen Steuerungen ab, die
sich auch von unzähligen chemischen Substanzen beeinflussen lassen
(Pharmaka, Hormone, Toxine, Narkotika, Gewürze, Drogen usw.). Bekanntlich
reichen hierzu bereits äußerst geringe Konzentrationen aus. Bei Plazebos
gibt es sogar nachweisbare Wirkungen im ZNS ohne Wirkstoff.
http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m53.htm
http://www.depression-therapie-forschung.de/hormone.html

7.1 Vorgänge an den Synapsen durch Neurotransmitter.
Die Nervenzellen dieser verschiedenen Zentren stehen ständig miteinander in
Verbindung, um die aktuellsten Informationen und Befehle auszutauschen.
Dieser Informationsaustausch verläuft über eine Vielzahl von Botenstoffen,
sogenannten Transmittern. Im Gehirn sind das hauptsächlich, GABA (Gamma-
Amino-Buttersäure), Dopamin, Glutamat oder Aspartat. An den
Übergangsstellen zu den Muskelfasern ist es Acetylcholin.

Und so funktioniert die Informationsvermittlung: „Will Nervenzelle A ihre
Information "Schmerz im kleinen Finger" weitergeben an Nervenzelle B, dann
schüttet sie aus ihren internen Botenstoff-Speichern ihren Botenstoff, zum
Beispiel GABA, aus. Dieser gelangt zur Nervenzelle B und hier gibt es genau
passend für GABA spezifische Andockstellen, so genannte Rezeptoren. Diese
Rezeptoren funktionieren nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip: Nur GABA oder
sehr, sehr ähnliche Substanzen passen in den Rezeptor und lösen bei der
zugehörigen Nervenzelle einen elektrolytischen Ionenstrom aus, der sich an
Messelektroden als elektrischer Impuls äußert. Dies wiederum ist die
Information, die jetzt wieder weitergegeben und von übergeordneten Zentren
verarbeitet wird.“
http://www.vobs.at/bio/a-phys/a-neuro-2.htm
http://www.ptd.neu.edu/mjamali/trnsmtr.htm
Neuropeptide sind Verwandte der Neurotransmitter
http://home.arcor.de/oliver.vonbohlen/modulat.htm

Die Wirkungsmechanismen sind äußerst komplex aber ständig aktiv:
http://www.uni-heidelberg.de/uni/presse/rc9/4.html
http://www.psych.uni-goettingen.de/fachgruppe/scripte/docs/synapsen.doc

Wie die hormonartigen Substanzen im einzelnen tatsächlich in den tt-Kern
eingreifen, kann ich natürlich nicht sagen. Es sind aber die Möglichkeiten
ausführlich bekannt, wie synaptische Erregung und Hemmung präsynaptisch und
postsynaptisch vonstatten gehen. Entweder verstärkte Wirkung für Serotonin
und Glutamat oder durch Blockade eines antagonistisch wirkenden
Botenstoffes oder Transmitters.
http://www.physiology.rwth-aachen.de/lehre/vorlesung-hssfolien/
weitere_vorlesungs_folien.pdf

7.2 Körpereigene Hormone.
Mehrfach wurde auf dem Forum ein Zusammenhang des BTs mit Hormonen
vermutet.

Im zentralen Nervensystem hat Serotonin Einfluss auf die Stimmungslage, auf
den Schlaf- Wach- Rhythmus, auf die Nahrungsaufnahme, auf die
Schmerzwahrnehmung und auf die Körpertemperatur. Als ursächlicher Faktor
bei der Entstehung von Depressionen ist eine verminderte Produktion von
Serotonin schon länger bekannt. Vereinfacht könnte man sagen, Serotonin
sorgt für eine ausgeglichene Stimmungslage.
http://www.nevermann.de/medizin/uebersicht_hormone.htm

7.3. Endokrine Freisetzung von Hormonen.
Hormone werden von endokrinen Drüsen wie der Hirnanhangdrüse, der
Nebennierenrinde und der Schilddrüse hergestellt. Sie steuern alle
wichtigen körperlichen Prozesse wie Schlaf, Stoffwechsel, Durst, Hunger,
Wohlbefinden, Fortpflanzung und Wachstum.
http://www.vankuyen.net/brain/#motor

Das vegetative Nervensystem ist besonders stark von Hormonspiegeln abhängig
und für die „innere Unruhe“ zuständig.
http://www.vobs.at/bio/a-phys/a-neuro-4.htm

Alle Hormone haben einen Zyklus. Manche erreichen nachts eine maximale
Konzentration. Der BT tritt häufig zur Nacht auf. Um diese Zeit ist es zwar
besonders still, doch nach meiner Einschätzung sind es zusätzlich die
veränderten/gestörten natürlichen Hormonspiegel, die Spontanaktivitäten
unterstützen. Sicher wird die Spontanaktivität durch den Zustand der
Müdigkeit gefördert und dieser geht mit dem Hormon Melatonin Hand in Hand.
Auf der Netzhaut gibt es spezielle Rezeptoren, die bei Dunkelheit die
Produktion von Melatonin anregen.
http://www.kv-pfalz.de/pub/start.htm?page=2339.htm

Endokrinologie des Schlafs:
http://www.tcminter.net/Artikel/Schlaf.html

Die Wirkung von niederfrequenten! magnetischen Wechselfeldern beruht auf
der für 50 Hz nachgewiesenen Beeinflussung der Biosynthese von Hormonen,
insbesondere der von Melatonin. Für die BT-Stimulation ist die Störung der
Biosynthese von Hormonen mit Vorsicht zu nennen, da diese nur für
Träger!frequenzen um 50 Hz nachgewiesen ist (Stromnetz).
Melatonin hat bekanntlich eine starke Konzentrationsabhängigkeit vom
Tageslicht oder eigentlich von der Dunkelheit.

Bei einer relativ abrupten Änderung der Tag-Nacht-Rhythmik, etwa bei
Nachtarbeit oder durch Reisen mit Zeitverschiebung, hängt die Sekretion
mehr von der Uhrzeit als vom Hell-dunkel-Rhythmus ab. Die Synthese geht von
Tryptophan aus und steht damit, ebenso wie die Synthese von Serotonin, in
Zusammenhang mit dem Verzehr von Schokolade.
http://www.br-online.de/umweltgesundheit/
thema/koerperapotheke/melatonin.xml

Um die User des Forums nicht zu enttäuschen, kann ich bestätigen: Die Sonne
hat Einfluss auf den BT, denn sie sorgt dafür, dass sich am Abend in einer
relativ kurzen Zeitspanne in weiten Teilen der Bevölkerung dieser
Längengrade Müdigkeit ausbreitet, die sich wiederum aktivierend auf den BT
auswirkt.
Wie das gemeinsame Experiment gezeigt hat, setzt der BT nicht exakt
gleichzeitig ein, er ist also nicht von z.B. HAARP usw. gesteuert, sondern
u. a. vom Tages- bzw. Sonnenlicht.

7.4. Was haben Gulasch, Hähnchen, Suppe, Tomaten, Schokolade, Orangensaft
und Bier möglicherweise gemeinsam? Sie können die in etlichen
Nahrungsmitteln enthaltenen oder zugesetzten exzitatorisch wirkenden
Substanzen enthalten!

Nach meinen Erfahrungen hat der tägliche BT eine "Vorgeschichte", die ca.
30 Minuten bis zu 40 Stunden zurückreichen kann. Ich höre den BT
glücklicherweise selten. Das hat den Vorteil, dass ich eine entsprechende Ursache retrospektiv gut zuordnen kann. Nachfolgend nur die letzten
Beispiele:

Ca. 16 Monate lang hatte ich keinen BT. Anfang August 2004 trafen wir in
einer Ferienwohnung bei Salzburg ein. Am vierten Abend machte meine Frau
eine Tütensuppe. In der Nacht war der BT von 02 Uhr bis 08 Uhr wieder voll
da. Eine Woche später habe ich ca. 12 Uhr im Gastgarten eines
Bergbauernhofes eine kräftige sehr gut schmeckende Gulaschsuppe gegessen.
Der BT setzte nach 14 Stunden! ein und war für zwei Nächte aktiv. Das in
der Suppe enthaltene Glutamat hatte also eine Nachwirkung von 40 Stunden!
Während der übrigen Zeit war keinerlei BT gewesen.

Nach dem Urlaub waren wir wieder am 04.09.2004 um die Mittagszeit in einer
Gaststätte. Bratensoße... der BT tauchte 17 Stunden! später auf.
Ende März 2005 hat meine Frau ohne mein Wissen absichtlich glutamathaltige
Würzmischung in das Mittagessen gegeben. Um Mitternacht fragte ich meine
Frau, ob sie Glutamat verwendet hat, denn der BT fing zu diesem Zeitpunkt
nach fast 7 Monaten Pause wieder an. "Ja, ich wollte mal wissen, ob dein BT
noch darauf reagiert". Der BT ist nicht ortsgebunden, sondern hauptsächlich
von der Vorgeschichte namens Ernährung abhängig.

Wenn ich meine BT-Symptome mit gesteigerter Herzaktivität auslösen will,
muss ich nur etwas Ketchup essen. Allerdings wirken nicht alle Fabrikate
und Sorten. Je nach Produkt können darin Glutamat, Nonylphenole und
anregende Gewürze enthalten sein.

Auch wenn die Tomaten vor der Verarbeitung gewaschen worden waren, sind
darin noch Reste von Nonylphenolen enthalten. Daher bewirkt die Zutat
Tomatenmark manchmal bei mir auch den BT. Schon der Verzehr von Tortellinis
kann am nächsten Morgen beim Aufwachen für ein paar Minuten den BT
bewirken, bis durch Lichteinwirkung auf die Augen der Melatoninspiegel
wieder absinkt und die Wirkung von Cortisol ansteigt. Die gleiche Wirkung
wie von Tomaten habe ich auch bei manchen Orangensäften nicht ganz so
sicher beobacht. Die Früchte wurden vermutlich mit Pestiziden gespritzt,
die Nonylphenol als Hilfsstoff enthalten. Denkbar ist auch eine Wirkung der
Pestizide selbst.

Vor ein paar Wochen erzählte mir ein Bekannter beiläufig, dass er einen BT
bekommt, wenn er mindestens 3 Flaschen Bier aus einer ganz bestimmten
Brauerei trinkt. (Ich kenne ihn gut, er macht das sehr selten.) Werden die
Kesselanlagen dieser Brauerei mit nonylphenolhaltigen Chemikalien
gereinigt?

7.4.1 Glutamat und Aspartat:
Glutamat und Aspartat entsteht natürlicherweise im menschlichen Körper als
Neurotransmitter in Synapsen zur Übertragung von Nervenimpulsen. Außerdem
wirkt künstliches Natriumglutamat in der Nahrung geschmacksverstärkend und
appetitanregend. Wer glutamathaltige Speisen isst, bekommt unbewusst
Verlangen nach „mehr“. Nahezu allen industriell hergestellten „salzigen“
Nahrungsmitteln wird heutzutage Natriumglutamat zugesetzt. Nicht nur in
Fertigprodukten (Fleisch, Geflügel, Beutelsuppen, Chips usw.), sondern auch
in Gewürzmischungen, Ketchup und Soßen ist Glutamat enthalten. Einer
Aufnahme mit der Nahrung kann man sich fast nicht mehr entziehen.
Auswirkungen auf die Abläufe im Gehirn sind daher unvermeidlich.
http://www.naturmednet.de/biblio/eh/0801.html
http://www.science-shop.de/sixcms/media.php/370/emsley.pdf
http://www.50plus.at/Default.htm?http%3A//www.50plus.at/r-essen.htm
http://www.clusterkopfschmerz.de/Glutamat/glutamat.html
http://www.m-ww.de/krankheiten/schmerz/kopfschmerz/triggerfaktoren.html
http://www.ptd.neu.edu/mjamali/trnsmtr.htm
http://www.medizinkritik.de/weg_nat/ausleitendes/Purgieren.htm

In den letzten Jahren ist es gelungen, die Ursache des Hörsturzes
aufzuklären. Er entsteht in vielen Fällen durch zu starke Produktion von
Glutamat in den Haarzellen der Cochlea. Dadurch werden die synaptisch
gekoppelten sensorischen Neurone geschädigt. Rechtzeitig gegeben kann mit
dem Wirkstoff Caroverin sogar die Ursache des Hörsturzes in manchen Fällen
erfolgreich behandelt werden. Auch oft einhergehende Ohrgeräusche
(Tinnitus) können sich deutlich bessern oder ganz zurückbilden. Caroverin
wirkt wie ein Glutamat-Blocker an postsynaptischen Membranen, nicht nur an
Haarzellen. Diesen Namen Caroverin sollten wir uns mal für hartnäckige BTFälle
merken!
http://www.3sat.de/nano/cstuecke/62958/index.html
Aspartat befindet sich als Süßstoff Aspartam in vielen Fertigprodukten mit
vermutlich vielen schädlichen Nebenwirkungen:
http://www.hackemesser.de/aspartam.html
http://www.klaus-krusche.de/suesstoff.htm
http://www.business-wissen.de/de/forum/board2/forum4475.html
http://www.gesundheit.de/ernaehrung/lebensmittel/suessstoffe-a-diekalorienfreie-
alternative/
http://www.eufic.org/de/food/pag/food15/food152.htm

7.4.2 Serotonin oder dessen Vorprodukte in Nahrungsmitteln.
Die Aminosäure Tryptophahn in Schokolade wird im Gehirn zusammen mit Zucker
in den Botenstoff Serotonin umgewandelt und macht Schokolade zu einem
Genuss für alle Sinne und sorgt im Nu für gute Laune. Dies erfolgt durch
exzitatorische Beeinflussung im ZNS. Serotonin oder dessen Vorprodukte
befinden sich nicht nur in Schokolade, sondern natürlicherweise in
Nahrungsmitteln wie Tomaten, Bananen, Nüssen usw.
http://www.inform24.de/schokolade.html
http://www.lifeline.de/cda/page/center/0,2845,8-2243,FF.html
http://www.ecotrophology.org/html1/modules.php?name=AvantGo&file=print&sid=
66
http://www.golonglife.de/01_2001/winterdepr.htm
http://www.netdoktor.de/laborwerte/fakten/hormone/serotonin.htm
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/121833/
http://faculty.washington.edu/chudler/choco.html

7.4.3. Aphrodisiaka in Gewürzen, Obst und Gemüse.
„Kommen die kleinsten Bestandteile der Gewürze in Berührung mit den
Millionen von Nervenzellen der menschlichen Nasen-, Mund- und
Magenschleimhäute, so gelangen sie in die Blutbahn und bringen den
Stoffwechsel so richtig auf Trab. Ein Teil des Gehirns, das limbische
System, ist direkt mit der Nasenschleimhaut in Kontakt. Einige
Inhaltsstoffe wirken auch auf den Hormonhaushalt, der wiederum beeinflusst
unsere Gefühlslage erheblich. Die Schlüsselsubstanz ist hierbei oft
Serotonin. Seine Ausschüttung wird durch viele Aphrodisiaka verstärkt“.
http://www.wdr.de/tv/service/kostprobe/kp_sarchiv/1999/12/20_5.html

7.4.4 Fehlende Inhaltsstoffe.
Fehlende Inhaltsstoffe und chemische Zusätze in Lebensmitteln stören die
Leistungsfähigkeit des Gehirns.
http://www.abendblatt.de/daten/2003/12/10/239840.html
Insbesondere der Mangel an Omega-3-Fettsäuren wirkt sich auf die Membranen
der Neurone aus.
http://www.geo.de/GEO/medizin_psychologie/wellness/2003_12_GEO_wissen_ernae
hrung/page3.html?linkref=geode_pager
Das ausgewogene Verhältnis von Omega-3-Fettsäuren zu Omega-6-Fettsäuren
scheint bei der Bildung und Regeneration der Neurone und insbesondere der
Zellmembran mit den Rezeptorstellen eine wichtige Rolle zu spielen. In der
Nahrung sind die Omega-6-Fettsäuren in ausreichender Menge vorhanden, nicht
aber die Omega-3-Fettsäuren. Diese sind in Lachsöl enthalten und als
Nahrungsergänzung in Kapselform erhältlich. Sie entsprechen etwa dem
bekannten Lebertran.
In einer zweiten Phase konnte ich mit solchen Kapseln das Brummen meiner
Wade beenden. (Phase1 : Reduktion von Schokolade und Glutamat) Als Eintritt
der Wirkung auf Nerven werden ca. 10 Wochen genannt. Bei mir dauerte es ca.
4 Wochen und ich bringe den Erfolg damit in Verbindung.

7.5. Mögliche toxische Auslöser von Neuropathien (Nervenstörungen durch
Gifte).
http://www.vobs.at/bio/a-phys/a-neuro-3.htm
http://www.lexikon-definition.de/Nervengift.html
http://www.umweltmedizin.de/content/articles/511/539/165/?catid=165&artid=3
325&topid=539&nosum=1
http://www.unierlangen.
de/universitaet/organisation/verwaltung/zuv/verwaltungshandbuch/dr
ittmittel/Patermann.pdf

7.6. Muskelverspannungen
Muskelverspannungen haben nicht nur an dem direkt betroffenen Muskel
blockierende Auswirkung, sondern es sind über afferente Nerven auch
störende Inputs im ZNS möglich. Wegen der Vielzahl der Nervenverbindungen
und der höchst variablen Weiterverarbeitung kann keine eindeutige Aussage
über Zusammenhänge mit dem BT erfolgen. Wie anfangs erwähnt, habe ich vor
vielen Jahren eine ähnliche Auswirkung an mir selbst erlebt.
Die Verbindungen lassen sich im Einzelfall nicht anatomisch an einzelnen
Nerven verfolgen. Statistisch sind Zusammenhänge bekannt. Die Akupunktur
kennt und nutzt solche Verbindungen schon lange.

8. Hormonartig wirkende Substanzen, endokrine Disruptoren und Neurotoxine:
Transmitterblockade durch Lebensmittelzusätze. Wie bei RLS oben zu sehen
ist, haben mehrere mit der Nahrung zugeführte Rezeptorblocker einen
gehörigen Anteil an der gestörten Transmitterfunktion von Neuronen.
http://europa.eu.int/comm/research/news-centre/de/med/03-02-med02.html
http://www.gsf.de/flugs/umweltchemikalien.phtml
Bei der RLS-Entstehung wird auch die Nachwirkung vorübergehend einwirkender
Hormone vermutet, da die Häufigkeit der RLS bei Frauen statistisch mit der
Zahl der Schwangerschaften steigt.

8.1. Hormonartig wirkende Nonylphenole
Nonylphenole sind grenzflächenaktive Substanzen und gehören somit zur
Gruppe der Tenside (Waschaktive Substanzen). Neben dem grundlegenden Faktor
der neuronalen Regeneration halte ich die Anwesenheit eines Vertreters
dieser Substanzgruppe für einen entscheidenden Faktor bei der BTEntstehung.
Bei der Vielzahl der in den vergangenen Jahren in die Nahrung
vordringenden Substanzen können auch andere Stoffgruppen für den BT
(zusätzlich) verantwortlich sein. Das vorwiegend endemische (Baden-
Württemberg usw.) Auftreten des BT macht eine solche Substanz evident.
Tenside sind Moleküle, die aus einem sehr gut wasserlöslichen (hydrophilen)
Bereich, dem Kopf, und aus einem fettlöslichen (lipophilen), langkettigen
Rest bestehen. Tenside reichern sich bevorzugt an Grenzflächen an, wobei
der hydrophile Teil dem Wasser und der lipophile Teil der Ölphase (z.B.
fetthaltiger Schmutz) zugewandt ist.
Als Detergentien bezeichnet man Waschmittel allgemein, also Seifen und
synthetische Tenside. Die Bezeichnung „synthetische Tenside“ wird teilweise
synonym zu „Syndet“ verwendet (synthetische Detergentien).

Als Tenside bezeichnet man - neben den waschaktiven Substanzen - auch
solche, die u.a. als Emulgatoren, Schaumbildner oder Lösungsvermittler
verwendet werden.

Nonylphenole wurden erst vor wenigen Jahren bei Rückstandsmessungen in fast
allen Lebensmitteln entdeckt, insbesondere in Gemüse, Äpfeln und Tomaten.
http://www.biotop.de/news/archiv_detail_g.asp?ID=370&QuickSearch=nonylpheno
l&AbsolutePage=1

Da manche von ihnen hormonartig wirken, sind sie bereits in sehr geringen
Konzentrationen im Organismus wirksam. Ihr Einfluss findet in Synapsen
vermutlich an den postsynapischen Membrankanälchen
(Rezeptoren,Andockstellen) in Wechselwirkung mit natürlichen
Transmittersubstanzen statt.
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/hormone.pdf
http://www.umweltinstitut.org/frames/all/m53.htm

Die Verwendung von Tensiden nahm bei der Herstellung von Pestiziden, in der
Kunststoffverarbeitung und als Emulgatoren bisher ständig zu. Erst vor
wenigen Tagen habe ich gelesen, dass jetzt die Produktion von Nonylphenolen
weltweit stark rückläufig sei. Es ist seit 12/2003 EU-weit verboten.
http://de.wikipedia.org/wiki/Nonylphenol
http://www.lexikon-definition.de/Nonylphenol.html

Das könnte für Betroffene ein Lichtblick sein, es wird aber Jahre dauern,
bis die Belastungen von Nahrung und Umwelt drastisch sinken werden. Mehrere
Betroffene haben jedoch einen Rückgang des BTs beobachtet, der damit
zusammenhängen könnte.
http://www.vistaverde.de/news/Wissenschaft/0204/15_nonylphenole.htm
http://www.umwelt-schweiz.ch/imperia/md/content/stobobio/stoffe/9.pdf

Die Gruppe der synthetisch hergestellten Nonylphenole umfasst etwa 200
Isomere und Derivate. Seit ca. 1930 ist bekannt, dass die Vertreter dieser
Gruppe hormonartig wirken können. Ihre Wirkung in der Tierwelt ist
nachgewiesen. Seit einigen Jahren verdichten sich die Hinweise, dass diese
Nonylphenole auch das Hormonsystem des Menschen beeinträchtigen. Forscher
haben festgestellt, dass das hormonelle Wirkungspotenzial einzelner
Vertreter dieser Nonylphenole auf den Organismus Unterschiede von 1 zu
40000 aufweisen kann. In den Labors laufen derzeit Messreihen, um einen
Index der hormonellen Aktivität dieser sehr ähnlichen Substanzen zu
bekommen.

Auf der Welt werden nicht alle Vertreter dieser Gruppe großtechnisch
hergestellt, aber wo die besonders hormonaktiven hergestellt und
hauptsächlich vertrieben werden, ist nach meiner Ansicht auch der BT
besonders verbreitet. Z.B. Baden-Württemberg, Taos, Kokomo, Kopenhagen,
Rotterdam, London usw.

In der anwachsenden Belastung der Nahrung mit Nonylphenolen ist die Zunahme
des BTs während der vergangenen Jahre zu sehen.
Es sind nur wenige BT-Betroffene aus Österreich gemeldet. In diesem
Zusammenhang ist der geringe regionale Verbrauch von Nonylphenolen in
Österreich interessant. In Österreich werden keine Nonylphenole hergestellt
und abgesehen von Fertigprodukten nur wenige hundert Tonnen importiert.
Daher ist eine Durchseuchung von Natur und Trinkwasser geringer als in
Deutschland. Entsprechender Link existiert leider nicht mehr:
http://www.umweltbundesamt.at/publikationen/ubaaktuell/
archiv/1998/11/TM_1998-11-26-1.htm
Pestiziden (Pflanzenschutzmittel) werden auch Nonylphenole zugesetzt. Ich
nehme an, sie werden zugesetzt, damit die hydrophile Wirksubstanz besser an
der wachshaltigen Fruchtschale gebunden wird. So finden Nonylphenole den
Weg in den Verbraucher. Regional sind Nonylphenole über Sickerwasser und
die Abwasseraufbereitung bereits im Trinkwasser angekommen. Der
Einzelnachweis von Nonylphenolen im Trinkwasser oder in bestimmten
Nahrungsmitteln ist aufwändig und dürfte nicht ganz billig sein.

Bei Urlaubsreisen besteht die Chance, sich an einem „glutamat- und
nonylphenolfreien Ort“ aufzuhalten. Es dauert dann etwa 2 Tage bis die
mitgebrachten exzitatorischen Stoffe den Körper auf natürliche Weise wieder
verlassen haben oder Hormonen vergleichbar abgebaut sind. Wenn man das
Glück hatte, am Urlaubsort BT-frei gewesen zu sein, dauert es nach der
Heimkehr ca. einen Tag bis sich die auslösenden Stoffe nach
Nahrungsaufnahme im Darm angereichert haben und später die erforderliche
Müdigkeit hinzugekommen ist, um den BT wieder auftauchen zu lassen.

8.2 Seifen-Neurodermitis
Veränderungen in der Lipidzusammensetzung der Hautbarriere werden auch bei
der Neurodermitis gefunden. Es wäre also eigentlich naheliegend, Tenside
als Auslöser oder Verstärker von Neurodermitis-Symptomen zu verdächtigen.
Tatsächlich gibt es Hinweise dafür, dass Tenside bei Kindern über die
Schädigung der Hautbarriere ein Krankheitsbild hervorbringen können, das
von der Neurodermitis nicht zu unterscheiden ist. Es handelt sich jedoch
nicht um eine Krankheit, sondern um eine künstlich hervorgerufene
Funktionsstörung, die sehr einfach zu beheben ist, nämlich mit den aus
Naturprodukten hergestellten Seifen.

Da Tenside eine Schädigung der Hautbarriere bewirken können oder zumindest
eine Diffusion erleichtern, dürften Nonylphenole auch über die Haut in die
Blutbahn gelangen. Aufgrund ihrer Molekülgröße und Strukturähnlichkeit zur
Wirksubstanz von Hormonpflastern ist eine Resorption über die Haut ohnehin
wahrscheinlich. Wichtig ist diese Tatsache im Hinblick auf die Verwendung
von Duschgelen und ähnlicher Kosmetikartikel. Wissentlich konnte ich bei
mir selbst noch keinen Zusammenhang mit Tensiden beobachten. Ein
Zusammenhang ist also nur theoretisch.

8.3. Acrylamid.
Produkte, die durch Erhitzen von eiweißhaltigen Speisen entstehen
(Acrylamid), können die postsynaptischen Membrankanäle (Rezeptoren,
Andockstellen) für Neurotransmitter kompetitiv hemmen oder dauerhaft
blockieren.

Mögliche Ursachen einer Axonschädigung ist Acrylamid: Degeneration des
Axons, direkte toxische Effekte, Interferenz mit oxidativem Metabolismus
und Neurofilament-Transport, Funktionsstörung proximaler Axonabschnitte
motorischer Neurone.
http://www.anb-ev.de/publikationen/Abstract-Reinhardt.doc
“Due to heat, new substances originate in especially proteinous prepared
foods. Part of these substances are mutagenic or toxic. And some of these
can also bind to neurotransmitter-receptors and -transporters in the brain.
Because of the mutagenic properties of these substances, neurotransmitterreceptors
and / or -transporters are destroyed”.
http://www.rawfoodlife.com/toxins_created_by_cooking.html
http://www.13.waisays.com/brain
http://www.13.waisays.com/cooking.htm
http://www.waisays.com/Enveda.pdf

Es folgen noch drei Stoffgruppen, die ich im Zusammenhang mit dem BT für
weniger wahrscheinlich halte. Ich erwähne sie, weil ich bei meinen
Recherchen auf einen vergleichbaren hormonellen Wirkungsmechanismus
gestoßen bin.

8.4 Phthalate sind Weichmacher in Kunststoffen mit möglicherweise
hormonartiger Wirkung. Sie finden auch Verwendung in PET-Kunststoffen zur
Herstellung von Getränkeflaschen. Die Angaben von Getränkeherstellern und
Verbraucherverbänden zu solchen Stoffen sind widersprüchlich.

8.5 Bisphenol A , ein Kunststoff-Additiv (Weichmacher).
Der Vollständigkeit halber erwähne ich dies, da auch Kunststoffgefäße
(Polycarbonat) in Mikrowellengeräte gestellt werden und damit etwas
Bisphenol in die Nahrung übertragen werden kann.

Es ist 1. direkte hormonelle Wirkung an postsynaptischen Membranen möglich
und 2. komplementär durch Bindungsfähigkeit an Östrogenrezeptoren
potenzielle antihormonelle Wirkung durch Blockade der Wirkungskette
möglich.
http://www.daserste.de/plusminus/beitrag.asp?iid=129
http://www.nutriinfo.de/news_messagedetails.php?nmid=582
http://www.swr.de/swr1/rp/tipps/gesundheit/2003/09/03/print.html
http://science.orf.at/science/news/135066

8.6. Organo-Zinnverbindungen.
Es handelt sich um die stärksten bekannten Zellgifte. Hauptvertreter ist
Tributylzinn (TBT). Für Organo-Zinn-Verbindungen werden neben toxischen
Effekten auf das Immunsystem, das Nervensystem und die Leber insbesondere
auch hormonähnliche Wirkungen diskutiert.
http://members.aol.com/vhsf/ozinn.htm

9. Zentralnervöse Speicherung als möglicher Teil des BT.
Die Betroffenen die an eine Entstehung des BT im Kopf glaubten, gingen fast
immer davon aus, dass der BT von irgend einem Effekt akustisch oder
elektromagnetisch von außen angestoßen wird. Paradox ist jedoch die
Brummaktivität wenn die Umgebung besonders still ist.

9.1. Die Langzeitpotenzierung (LTP) ist ein unter Hirnforschern seit 1973
bekannter Speichereffekt. Erstmals wurde die LTP am motorischen System
entdeckt. Die Potenzierung (LTP) derselben NMDA-Zelle wird experimentell
durch tetanische (periodisch wiederholt im Abstand kleiner 15 ms; also
Impulsserie, elektrisch gekoppelt!; nicht über Strahlung) Reize ausgelöst.
Längere Zeit danach folgt bei einfacher Reizung trotzdem eine potenzierte
Reizantwort. Die tetanische Reizung ist auch an bestimmte Zeitfenster im
Bereich von Millisekunden gebunden. In Umkehrung bedeutet dies, sie ist an
bestimmte Reizfrequenzen gebunden. Das wäre eine Übereinstimmung mit den
von Wombattl entdeckten Zusammenhängen. Nämlich die Aufheizphase durch Töne
um 100 Hz (Bongotrommel usw.).

NMDA-Synapsen befinden sich besonders im Hippocampus. Hier laufen
insbesondere bewusste Lernvorgänge zur Speicherung im Langzeitgedächtnis
ab. Im Hörzentrum gibt es auch vergleichbare akustische Speicher- und
Lernvorgänge in NMDA-Synapsen. Z.B. zur kurzzeitigen Speicherung von
Geräuschen, Worten, Sätzen, Melodien und Klängen.
http://www.ruhr-unibochum.
de/biopsyseminare/data/studentenprojekte/seminarlernen_
ws0102/Ltp_1712/LTP/ReferatLTP.htm#Botenstoffe

Die NMDA-Synapsen werden auch durch Hormone beeinflusst. Es wird nicht nur
eine Kaskade von Transmittersubstanzen zur Reizweiterleitung in die
postsynaptische Zelle ausgelöst, sondern auch von dort aus eine Feedback-
Reaktion zur präsynaptischen Zelle geführt. Durch die Rückkopplung entsteht
gewissermaßen eine Bistabilität der Neuronenzustände (Schaltereigenschaft
durch Selbsthaltung), die zur vorübergehenden Informationsspeicherung
(Kurzzeitgedächtnis?) dient. Besonders beteiligt sind Glutamat, Stickoxyd
und zur Rückkopplung Neurotrophine. Sowohl bei der Anregung als auch der
Dämpfung der LTP sind Steroid-Hormone (Sexualhormone) beteiligt.
Pregnenolon-Sulfat (Preg-S) und Dehydroepiandrosteron-Sulfat (DHEA-S)
können die LTP verstärken. Tetrahydroprogesteron (THP) und Progesteron
wirken dämpfend oder andere Pharmaka sogar blockierend.

Die normale Aktivierung einer NMDA-Zelle erfolgt durch nahezu gleichzeitige
aus mindestens zwei verschiedenen Quellen stammenden Signalen innerhalb
weniger Millisekunden. Also Koinzidenz, vergleichbar einer UND-Verknüpfung
innerhalb eines Zeitfensters. Diese Vorgänge, auch Synchronisationseffekte
genannt, werden als Grundelement des assoziativen Lernens mit der Bildung
von "cell assemblies" angesehen. Außerdem sind sie die entscheidenden
Elemente zur Steuerung von Selektionsprozessen im ZNS.
http://derstandard.at/?url=/?id=1634775
http://www.daeda.de/node9.html
http://www.klinik.uni-frankfurt.de/graduiertenkolleg/singer.htm

Übrigens wurden erst vor wenigen Jahren Neurone mit wesentlich höheren
Aktionsfrequenzen den sog. Ripples entdeckt. (im Schwabenländle?) ;)
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/121833/
Für uns interessant! (Habituation=Gewöhnung an einen Reiz):
http://brain.exp.univie.ac.at/wintersemester/antvre.html

9.2 Einen bereits beschriebenen Speichereffekt stellen die Aufnahme,
Speicherung und der Abbau bzw. die Ausscheidung von Glutamat, Serotonin,
Nonylphenolen, körpereigenen Hormonen und möglicherweise weitere
exzitatorisch wirkenden Substanzen dar. Durch allmähliche Resorption im
Darm und Transport über das Blut wird das Gehirn über viele Stunden diesen
Substanzen ausgesetzt.

Das verzögerte Einsetzen des BTs nach Rückkehr aus dem Urlaub hängt wohl
auch damit zusammen. Am ersten Tag wird nicht voll gekocht. Später braucht
es etwas Zeit, bis die Nahrung den Darm erreicht und nach mehreren
Mahlzeiten sich die Pegel wieder einstellen.

9.3 Triggersequenz löst auch den BT aus.
Da mehrere BT-Experimentatoren durch FFT, Bongotrommeln usw. gezeigt haben,
dass der BT und NB auf spezifische Komponenten des Schallumfeldes besonders
stark reagieren, wird wohl der Kern des Musculus tt nicht nur
reflektorisch, sondern zusätzlich auch von einzelnen Klangkomponenten bei
der Signalevaluation aus dem Hörzentrum beeinflusst. (T2 in Bild 1)

Auf dem Forum wurde oft von einer Triggerung gesprochen. Ob es sich um
völlig getrennte Wege gegenüber der Pegeldetektion T1 handelt oder ob die
in Bezug auf die BT-Stimulation T2 offenbar schmalbandige Tonauswertung
(ca. 45/90Hz) in diese eingeschleift wird, ist ungewiss. Neben dem
reflektorischen Pfad für die Pegelbegrenzung (in Bild1 blau gezeichnet)
werden zusätzlich die vom Cortischen Organ stammenden Codierungen mehreren
Kernen im ZNS parallel zugeführt.
http://www.sinnesphysiologie.de/hvsinne/hoeren/audio2.htm
Triggerneurone:
http://www.tonhoehe.de/index.html

Wombattl nennt es richtig „Aufheizphase“. Um als Stimulus wirksam werden zu
können, muss diese akustische Reizung spezielle Frequenzen (impulshaltig
grob ca. 45 Hz oder Vielfache) und Modulation aufweisen (Klangbild
Propeller). Also kein Infraschall, sondern niederfrequente Modulation durch
Überlagerung mehrerer ähnlicher schwebungsbildender Frequenzen mit der
Ausprägung von periodischen Spikes oder Maxima im Oszillogramm. Ich nehme
an, dass diese Maxima zusammen mit natürlichen zentralnervösen Signalen
(Takt / Hirnwellen?) für mehrere Perioden mit einer gewissen Zeittoleranz
phasensynchron an LTP-Neuronen anliegen müssen, um als Trigger zu wirken.
http://www.tinnitusportal.de/downloads/01.01.03.12diezweifunktionsmodellede
sgehirns.pdf
http://itb1.biologie.huberlin.
de/~gollisch/teaching/computerkurs/projekt1.pdf

Die Triggerfrequenz unterscheidet sich von der Frequenz des BTs. In einer
TV-Sendung erwähnte Prof. Singer, dass bei Denk- und Lernvorgängen
Synchronisationseffekte mit einer Frequenz zwischen 40 und 50 Hz ablaufen.
Die effektive Triggerung des BT erfolgt dann eben nur durch jede 2. Periode
des ca. 100 Hz Triggers (oder auch weiterer Harmonischer) und die
anregenden Frequenzen wirken um so effektiver, je genauer sie mit den
Vorgängen im ZNS synchron gehen (Koinzidezneurone; im IC Triggerneurone).
http://www.tonhoehe.de/diplom-node21.html#SECTION00156000000000000000
Wombattl hat ja beschrieben, dass nur eine von zwei Bongotrommeln bei ihm
triggernd wirkt. Zur Triggerung noch mal den Link von oben:
http://eos.bio.tu-darmstadt.de/aglangner/briede/diplomarbeit/122.html

Automotore treffen durch die wechselnde Drehzahl immer wieder den
erforderlichen Trigger-Rhythmus zur Synchronisation. Im ZNS ist also keine
„höhere Mathematik“ wie bei der Analyse der Sprachinformation erforderlich.
Die selektive Reaktion ergibt sich allein aus dem natürlichen Rhythmus der
Neurone. So entstehen bei mir manchmal Stakkato-Zuckungen durch sehr leise
Triggertöne, die ich erst durch genaues Hinhören identifizieren kann.

Aber auch wesentlich höherfrequente Töne komplexer spektraler
Zusammensetzung können triggernd wirken, wenn sie Maxima mit einer
Periodizität von (ich sage jetzt mal) 45 Hz haben. Ich habe diesen Wert
jetzt so genannt, um ihn von der Netzfrequenz zu unterscheiden. Dieser
feine Unterschied dürfte aber gerade für die Wirksamkeit von
Asynchronmotoren beim BT bedeutsam sein, denn durch den Schlupf haben sie
je nach Belastung eine Drehzahl leicht unterhalb von 1500/3000 UpM, die zur
Triggerung besonders geeignet sein dürfte.

Dass ganz bestimmte Kaugeräusche von knusprigem Gebäck vom Gehirn als
besonders sympathisch interpretiert werden, wissen auch die Hersteller
solcher Produkte sehr genau. Vor der Aufnahme einer Produktion werden an
Versuchspersonen und auch per Mikrofon umfangreiche spektralanalytische
Versuche durchgeführt.

Gehört werden natürlich alle diese Geräusche, aber besonders aufmerksam
werden die zugeordneten Regionen des ZNS, wenn die Geräusche die
Synchronfrequenzen möglichst vieler Koinzidenzneurone treffen, die zu
„sympathischen“ Empfindungen im Kortex konvergieren.

9.4 Jetzt ist auch verständlich, warum der BT nicht mit der BT-Frequenz
getriggert wird. Die Triggerfrequenz ist von der charakteristischen
Reaktion der Koinzidenzneurone abhängig, während der BT an anderer Stelle
von der Spontanaktivität bestimmter Motoneurone gebildet wird. Es besteht
also zwischen den akustischen Triggern und dem BT kein Resonanzeffekt, wohl
aber bei der auditorischen Evaluation eine Synchronisation durch häufige
Koinzidenz. Wie Wombattl gezeigt hat, ist als zusätzlicher Effekt eine
Schwebungsbildung und schwache Synchronisation des BTs durch eine
zugeführte BT-Frequenz möglich (Übersprecheffekt).

9.5.Modulation des BT und Eigentriggerung
Der BT selbst kann ab einer gewissen Lautstärke wiederum den tt-Reflex
auslösen und bewirkt möglicherweise so eine kleine Regelschwingung, die den
BT moduliert, denn durch die Sensibilisierung kommt es zu überschießenden
Reaktionen der Regelfunktion. Es handelt sich um eine Art zeitgedehnte
Stakkato-Reaktion.
Wahrscheinlicher ist aber eine andere Wirkungsweise bei der Modulation des
BT. Mein früherer BT von 1980 war unmoduliert und hörte sich wie ein
Transformator an. Am Wochenende war er nicht hörbar. Der BT ab 2000 war
aber mit ca. 1 Hz moduliert. Das führe ich darauf zurück, dass bei dem
modulierten BT zwei oder mehrere Neurone beteiligt waren, deren asynchrone
Zuckungen durch mechanische Überlagerung im Muskel schwebungsbildend
wirken.

Ein ganz wesentliches Prinzip bei der Innervation der Muskeln ist die
Asynchronität der steuernden Neuronenimpulse. Nur dadurch ist eine
Feinsteuerung der Muskeln, einer digitalen Steuerung vergleichbar, möglich.
Trotzdem bleibt eine Restunruhe erhalten, die man mit einem Laserpointer
bei ausgestrecktem Arm sichtbar machen kann. Durch den oben gezeigten
Selbstversuch kann man sie auch hörbar machen. Erkrankungsbedingt kommt es
bei Parkinson zur Synchronität der Ansteuerung mit den bekannten
Schüttelbewegungen.

Bei einem modulierten BT sind nun zwei oder mehrere Ruheaktivitäten
beteiligt, die strikt getrennt (asynchron) ihren eigenen ähnlichen Takt in
die Faserbündel des M.t.t. senden und schwebungsbildend überlagern. Daher
sind sowohl Tonhöhe als auch Modulationsfrequenz individuelle
Angelegenheiten. Der BT klingt bei jedem etwas anders, was ja schon lange
bekannt ist und dem Individualitäts-Grundsatz des Modells entspricht.
Ein einzelnes Neuron kann sich nicht selbst triggern oder bahnen, da sein
Aktionspotenzial in die eigene absolute Refraktärzeit (Nichterregbarkeit)
fällt. Erst nach Durchlauf mehrerer Neurone (polysynaptisch) und
anschließender Rückkopplung bewirkt ein „verzögertes Echo“ eine Bahnung
oder Hemmung durch Reafferenz.

9.6 Trigger im Alltag:
Zahlreiche impulshaltige akustische Verursacher können BT-stimulierend
wirken: Das Kauen von knuspriger Nahrung, Husten, Niesen, Schnarchen,
Zähneputzen, nächtliches Zähneknirschen, Rasieren, Stereoanlage,
Automotore, Elektromotore mit Drehzahlschlupf, Hundegebell, technischer
Brummton durch Propellerblätter moduliert, Staubsauger, plätscherndes
Wasser, Perlator, Schlüsselbund, Geräusche beim Gehen usw. Es gibt zahllose
akustische Triggermöglichkeiten die eine 45 Hz-Komponente oder Vielfache
davon enthalten, um akustisch (über das Trommelfell!) triggernd wirken zu
können.
Durch eine Online-Community könnte z.B. verglichen werden, ob der Hund von
User A (Hamburg) zur gleichen Stunde wie der von User B (Stuttgart) bellt.
;)
Sinnvoller wäre ein lokaler Vergleich von BT und der Aktivität von Bello im
Haus oder von nebenan. Ich verfolge schon lange meine Umgebungsgeräusche.
Lediglich durch Niesen oder zischende Pressluft habe ich eine länger
anhaltende schwache Verstärkung meines Tinnitus´ aber keine Wirkung auf den
BT beobachtet. Unter Berücksichtigung der Individualität kann das bei euch
aber ganz anders sein.

10. Wie wirken GSM-Antennen?
Diesen Block habe ich wieder herausgenommen, da er nur zu sinnlosen
Diskussionen führt, die mit dem BT nichts zu tun haben. Die
Strahlungsgegner haben ihre eigenen Foren. Stattdessen hier ein Link einer
unabhängigen Schweizer Stelle. Sie gibt sowohl eine umfangreiche sachliche
Zusammenfassung von 200 Studien zu Handys, GSM-Antennen und TV-Sendern als
auch einen entsprechenden Nachtrag von 2004.
http://131.152.226.42/Haupt/Forsch.html

11. Warum gibt es keine dem BT entsprechenden optischen
Phantomerscheinungen?

Eine optisch triggernde Modulationsfrequenz von ca. 45 Hz (oder 90 Hz?)
kann von der Netzhaut nicht erreicht werden, da das begrenzte zeitliche
Auflösungsvermögen (Verschmelzungsfrequenz ist stark von der Helligkeit
abhängig) bei ca. 18 Hz liegt. Nur durch die Verschmelzung der Einzelbilder
ist der Genuss bei Filmen und TV ungestört möglich. Da Neurone für
Hochfrequenz unempfindlich sind, erzeugen DECT-Telefone und GSM-Strahlung
keine Lichterscheinungen im Auge. Jedoch können bei Dunkelheit Lichtblitze
wahrgenommen werden, wenn die Netzhaut mechanisch durch Deformation des
Auges oder bei Netzhautablösung gereizt wird.

Optische Phantomemeindrücke kann man jedoch ganz einfach erzeugen, indem
man die geschlossenen Augen mit mehreren Fingern von außen etwas belastet.
Nach mehreren Sekunden bilden sich wilde Muster (Phosphene). Diese Muster
sind nicht ganz zufällig. Wenn man dieses Schauspiel eine gewisse Zeit
genau verfolgt, kann man erahnen nach welchen neurophysiologischen
Algorithmen das Sehzentrum eine perzeptive Bildanalyse durchführt.

12. Warum ist der BT im Gegensatz zu Tinnitus nicht aus dem Bewusstsein
auszublenden?

Bekanntlich ist der BT nicht wie Tinnitus überhörbar. Bei Tinnitus ist die
Ursache nicht eindeutig geklärt, allerdings werden solche Töne im Kopf
empfunden. Das Speicherareal des Tinnitus befindet sich jedoch jenseits des
Bewusstseinsfilters in der entsprechenden kortikalen Projektionszone. Bei
nicht allzu intensivem Tinnitus wird er nur wahrgenommen, wenn sich die
Aufmerksamkeit willentlich darauf richtet. Eine Theorie besagt, dass es
sich bei Tinnitus (ebenso wie bei Phantomschmerzen) um einen Lernvorgang im
ZNS handelt, der durch intensive Reizungen im Langzeitgedächtnis geprägt
wurde.

Für die Unüberhörbarkeit des BTs gibt es zwei Gründe. Nach meiner Theorie
entsteht der BT ja am Anfang der Hörbahn. Erstens passiert so der Ton immer
das Wahrnehmungsfilter im ZNS (Hippokampus/Formatio reticularis). Der
zweite Grund dürften die vergeblichen Versuche des Wahrnehmungsfilters
sein, mit dem recht peripher entstehenden aber neuronal codierten BT eine
frühere akustische Erfahrung im auditorischen Kortex zu assoziieren. Äußere
Eindrücke aller Art werden normalerweise zu ca. 95 % dem Bewusstsein
vorenthalten, weil sie bereits bekannt sind. Der BT ist aber für das
Wahrnehmungsfilter noch nicht zufriedenstellend zuordnungsfähig. Es
entsteht ein Widerspruch in der Wahrnehmung. Diese intersensorische
Diskrepanz löst regelmäßig und unausweichlich die Wiedervorlage des BTs im
Bewusstsein aus, was die Betroffenen selbst bei bestem Willen unfähig
macht, den BT zu überhören.

13. Was ist versuchsweise machbar, um den BT zu unterdrücken?
Prinzipiell bieten sich vier Möglichkeiten an:

13.1.1 Exzitatorische Faktoren weglassen.

13.1.2 Die Regeneration von Zellmembranen unterstützen, um die
Erregungskreise im ZNS zu normalisieren.

13.1.3 Inhibitorische (dämpfende) Faktoren erhöhen.

13.1.4 Akustische Auslöser aufspüren und vermeiden.

13.2 Therapeutisch ergeben sich erstens die Meidung anregender
Nahrungsbestandteile, soweit sie individuell empirisch gefunden werden. Es
empfiehlt sich, bestimmte Nahrungsmittel zu meiden. An erster Stelle stehen
alle glutamathaltigen Nahrungsmittel und „salzigen“ Fertigprodukte,
Würzmischungen, Tütensuppen, Brühwürfel, Saucen, Chips, Cracker, salzige
Knabbereien, Ketchup, Gulaschsuppe, Hähnchenwürze usw.
Glutamatvedächtig sind alle Fleischgerichte in Gaststätten. Ich gehe
gelegentlich zum Essen aus, aber am nächsten Morgen wache ich dann manchmal
mit einem BT auf. Inzwischen kenne ich auch "glutamatfreie" Gaststätten.
Zumindest bestimmte Gerichte.

Weiterhin sind Schokolade (insbesondere Nussschokolade), Ananas, Bananen,
Erdbeeren, Himbeeren, Mangos, Erdnüsse und Milchreis vorerst zu meiden.
Auf Schokolade braucht man langfristig nicht ganz zu verzichten. Eine
gewisse Menge dunkle Schokolade fördert die Gehinfunktionen.:
http://daytonapromassage.com/5ways.html

Für die Testphase sollte Schokolade aber ganz gemieden werden.
Süße zuckerfreie Produkte, die den Süßstoff Aspartam enthalten, zumindest
vorübergehend nicht essen. (Zahnfreundliche Bonbons, Kaugummis usw.)
Da auch Kaffe im ZNS anregend wirkt, sollte dieser auch versuchsweise
eingeschränkt werden. Koffein blockiert die Rezeptoren für Adenosin. Der
Einfluss von Koffein auf den BT ist schlecht einzuschätzen, da Kaffee zwar
exzitatorisch wirkt, aber auch die Müdigkeit unterdrückt. Noch
komplizierter ist die Wirkung von Nikotin. Je nach Konzentration des
Nikotins ist der Wirkungsmechanismus unterschiedlich.

Grundsätzlich sollte man die eigenen Ernährungsgewohnheiten kritisch
überdenken und probeweise für ein paar Tage die Ernährung komplett ändern.
Insbesondere dann, wenn diese Nahrungsmittel schon eine Fabrikhalle von
innen gesehen haben oder mit Pestiziden behandelt worden sein könnten.
Besonders verdächtig sind Nahrungsmittel, die man regelmäßig oder in Mengen
zu sich nimmt. Auch sollte man testweise das örtliche Trinkwasser meiden
Dazu gehört auch, Mineralwasser usw. vorerst nur in Glasflaschen zu kaufen
und die Marke gelegentlich zu wechseln.

Was soll und kann man überhaupt noch essen?
Wie kürzlich in der Sendung WISO auf Grund von Rückstandsuntersuchungen
gezeigt wurde, sind Bioprodukte zunächst vorzuziehen. Eine ausgewogene
Ernährung bei Stoffwechselstörungen der Neurone ist ratsam. Wegen des
folgenden Links bitte nicht daran Anstoß nehmen, dass ich den BT mit den
gleichen Ernährungsempfehlungen wie psychische Erkrankungen bessern möchte.
Der BT ist keine solche Erkrankung.

Zum Vergleich: Mit Öl kann man ein Autogetriebe und auch die Scharniere von
Zimmertüren schmieren. Trotzdem ist eine Tür kein Auto.
Ernährungsempfehlungen:
http://www.wissenschaft.de/wissen/hintergrund/228253.html
http://www.chanvre-info.ch/info/de/article1026.html
Auf Würzmischungen muss man nicht verzichten, es gibt sie glutamatfrei.
Z.B.: http://www.bad-reichenhaller.de/

Sicher gibt es in Reformhäusern noch weitere derartige Produkte.
Essen macht Laune
http://www.lebenimoptimum.de/gesund/essen_macht_laune.htm

13.3 Nonylphenole aufspüren und vermeiden.

13.3.1 Testweise sollte man kein „gespritztes“ Obst wie Äpfel und Tomaten
und Trauben essen. Solche Produkte sollten sie bei dem Bio-Bauern oder
Lieferanten ihres Vertrauens einkaufen.

13.3.2 Weiterhin zur Körperpflege vorerst nur Stückseife verwenden, da
Nonylphenole wenn überhaupt, dann nur in flüssigen Produkten vorhanden
sind.

13.3.3 Ob Deos verdächtig sind, kann ich nicht beurteilen, aber für kurze
Zeit kann man sie ja mal weglassen oder die Marke wechseln.

13.3.4 Tee nicht in großen Mengen trinken:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/05/10/086a0301.asp

13.4 Nahrungsergänzung.
In der heutigen Nahrung kommen vorwiegend gesättigte Fette vor. Es wird
vermutet, dass es dadurch zu Degeneration, Herzinfarkt und Krebs kommt.
http://www.wholehealthmd.com/refshelf/substances_view/1,1525,992,00.html
Neben der Vermeidung anregender Nahrungsbestandteile ist die
Wiederherstellung normal funktionierender Rezeptoren an den
postsynaptischen Membranen durch Omega-3-Fettsäuren anzustreben. Diese
natürlichen Fettsäuren kommen reichlich in Lachsöl vor und sind völlig
nebenwirkungsfrei. Lachsöl bzw. Fischöl ist in Kapselform preiswert
erhältlich. Diese Fettsäuren kommen auch in vielen anderen Nahrungsmitteln
vor. Um eine wirksame Einlagerung von Omega-3-Fettsäuren in die
Zellmembranen von Neuronen zu erreichen, ist eine Anlaufphase von mehreren
Wochen erforderlich.
http://www.ugb.de/e_n_1_140099_n_n_n_n_n_n_n.html

Omega-3-Fettsäuren enthalten ungesättigte Kohlenstoffketten. Für den Aufbau
bzw. Regeneration von Zellmembrannen ist ein ausgewogenes Verhältnis von
Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren im Organismus erforderlich. Wahrscheinlich
wird durch deren Einbau die Funktion blockierter Membranrezeptoren wieder
ermöglicht. Nicht nur beim BT, sondern auch bei RLS, ADS/ADSH und
Depressionen sind sie zu empfehlen. Sie haben nicht nur auf Nerven, sondern
auf den gesamten Organismus positiven Einfluss.

Doppelerfolg:
Einer jungen Patientin, die ADSH hat und seit mehreren Jahren Ritalin
nimmt,
http://www.morgenwelt.de/wissenschaft/010723-zappelphilipp.htm
hatte ich im Nov.2004 empfohlen, versuchsweise Lachsöl (enthält Omega3) zu
nehmen. Sie war im Feb.2005 wieder hier und berichtete, dass sie seit
Weihnachten 2004 gut ohne Ritalin auskommt und sich wesentlich ruhiger
fühlt. Wahrscheinlich die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren nach ca. 5-
wöchiger Einnahme.

Später habe ich von ihrem Vater erfahren, dass auch der Bruder der jungen
Frau ADSH hat. Er nimmt natürlich inzwischen auch Omega-3. Der Vater hat
mir berichtet, dass er nach wenigen Wochen das Verhalten seines Sohnes
nicht mehr wiedererkannte. Dieser wurde so ruhig, dass er sogar eine
überregionale Meisterschaft im Bogenschiessen gewann. Bevor man zu
Medikamenten greift, sollte man also erst für mehrere Wochen Omega-3-
Fettsäuren nehmen, denn es handelt sich um ein Naturprodukt. Außerdem
„putzt“ es viele Neurone und macht das Gehirn auch von Nichthörern in jeder
Hinsicht wieder leistungsfähig! Ich war selbst von der Wirkung verblüfft.
Sogar die schulischen Leistungen von Kindern werden erstaunlich verbessert:
http://www.bbc.co.uk/science/humanbody/mind/articles/intelligenceandmemory/
omega_three.shtml

13.5 Zusätzlich ist die schonende chiropraktische Beseitigung beteiligter
Muskelverspannungen im Hals- Nackenbereich eventuell sinnvoll.
http://chiropraktik.adlexikon.de/Chiropraktik.shtml

13.6 Bekannt ist die Tonussteigerung des tt durch Stress. Daher kann auch
die bewusste Vermeidung von Stress den BT möglicherweise positiv
beeinflussen. Dazu gehört auch, sich nicht von (Handy-)Strahlung verrückt
machen zu lassen.

13.7 Ob Gehirntraining etwas nützt ?

http://daytonapromassage.com/5ways.html

13.8 In hartnäckigen BT-Fällen dämpfende Medikamente einsetzen.
Diese Medikamente können natürlich nur vom Arzt verordnet werden. Er sollte
möglichst Erfahrung auf den Gebieten, Epilepsie, Parkinson, Psychopharmaka
und der Sedativa haben.

13.9 Die Aussprossungen regenerierter Neurone entziehen sich zwar einer
direkten Analyse, aber in schweren BT-Fällen ist die medikamentöse Anhebung
der Depolarisationsschwellen motorischer Neurone durch Hypnotika, Sedativa
(Beruhigungsmittel) mit motorischer Wirkungskomponente (Muskelrelaxantien)
und durch Antikonvulsiva/Antiepileptika denkbar.

Sedierende Pharmaka mit motorisch dämpfender Komponente: Schon Baldrian ist
ein inhibitorischer ZNS-Neuromodulator. Pflanzliche Mittel werden zunehmend
bei der Behandlung von psychischen Störungen eingesetzt. Ich denke, sie
wirken auch gegen den BT, wobei wieder der Vergleich mit der Tür und dem
Getriebeöl gilt.

Insbesondere könnten auf den BT Passionsblume, Hopfen, Melisse und
Johanniskraut dämpfend wirken. KavaKava hätte zwar auch gute
muskeldämpfende Wirkung, ist in Deutschland aber nicht mehr zugelassen.
http://www.panikattacken.at/pflanzliche_mittel/phytopharmaka.htm
http://www.neuroplant.de/johanniskraut/3_6.php
Ansonsten Hypnotika (Schlafmittel) in niedriger Dosierung:
http://www.mmw.de/pdf/mmw/112356.pdf?pdf=true
Benzodiazepine (z.B.Valium) wirken auf das GABA-Neurotransmittersystem im
ZNS. Neuere Präparate mit geringeren Nebenwirkungen sind: Zopiclon,
Zolpidem und Zaleplon.

Von den Benzodiazepinen wird üblicherweise Diazepam verordnet. Wenn der BT
auch tagsüber aktiv ist, sollte Parazepam vorgezogen werden.
Weitere Möglichkeiten sind z.B.: Biotin, Caroverin, L-Dopa, spezielle
Psychopharmaka usw.
http://www.ifap-index.de/bda-manuale/schlaf/therapie/aspekte.html
Nervenaufbau, ZNS u. Neuropharmakologie (umfassend):
http://www.pharma.unibas.ch/fgpharm/download/ZNervensystem.doc

13.10 Erst wenn diese Vorschläge keine wesentliche Besserung des BTs
bringen, könnte auch die Dämpfung des BTs mit Medikamenten in Betracht
gezogen werden, die zur Behandlung der Epilepsie üblich sind:
http://www.aerztezeitung.de/docs/2002/07/16/131a1101.asp?cat=/medizin/akade
mie_2002/epilepsie_2002

13.11 ADSH Hyperaktivität dämpfen mit Ritalin. Dieses starke Medikament
könnte nach meiner Einschätzung auch den BT dämpfen. Hierbei besteht jedoch
Suchtmöglichkeit.
http://science.orf.at/science/news/28702

13.12 Eventuell auch noch eine Möglichkeit: Medikamentöse Behandlung von
Motoneuronen nach Polio:
http://www.dgm.org/muskelk/letters/letter4/mond_let.html

14. Zusammenfassung:
Aus den zahlreichen BT-Schilderungen von Betroffenen und aus meinen eigenen
Wahrnehmungen und Versuchen konnte durch induktive Herleitung (hat nichts
mit Spulen zu tun) ein Modell erstellt werden. Es beschreibt das BT-Syndrom
in über 20 Thesen und stellt mehrere Möglichkeiten zur Dämpfung oder
Beseitigung des BTs in Aussicht.

Die Kernpunkte sind:
Neuroplastische Veränderungen des neuromotorischen Systems führen im
Bereich eines oder beider Ohren zu Spontanaktivitäten von Neuronen im ZNS
und von hier aus gesteuerten entsprechenden Muskelzuckungen im Mittelohr.
Dieser Muskeltremor erzeugt Vibrationen der Gehörknöchelchen und führt zu
der akustischen Täuschung, der BT komme von außen.

Zusätzlich angeregt wird dieses System durch hormonartig wirkende
Substanzen, die als Zusätze und Rückstände mit Nahrungsmitteln in den
Körper gelangen. Erst während der Darmpassage kommen Nahrungsbestandteile
durch Resorption mit zeitlichem Versatz in den Blutkreislauf. Die
Verweildauer der Auslöser im Verdauungstrakt kann zu einer Nachwirkung auf
den BT von 2 Tagen führen und bei regelmäßiger Neuaufnahme eine BT-Kariere
unterhalten.

Weitere Bedingungen zur Auslösung des Brummtones sind von Melatonin
gesteuerte Müdigkeit und relative Stille in der Umgebung.
Um den BT dämpfend zu beeinflussen werden Möglichkeiten zur Umstellung der
Ernährung gegeben. Für stark vom BT Betroffene werden Möglichkeiten von
dämpfenden Medikamenten aufgezeigt.

15. Schlussbemerkung:
Meine Zeit ist immer knapp, aber ich habe großes Mitgefühl mit den BTBetroffenen.
Daher habe ich mich für Recherche und Beschreibung über 2
Jahre in unzähligen Etappen bemüht, euch meine Erfolge bei der Beseitigung
des Brummtons darzulegen und zu begründen.

Wie bereits oben erwähnt, dient ein Modell zunächst nicht der Diskussion,
sondern es bildet die Grundlage für Experimente. Sinnvoll wäre es, wie bei
dem ersten gemeinsamen IGZAB-Experiment (Feb.2005), zunächst unabhängig
voneinander für mehrere Wochen sowohl Omega-3-Fettsäuren einzunehmen als
auch mit Ernährungsumstellungen zu experimentieren und dann erst
Einzelheiten bekannt zu geben. Aus juristischen Gründen sollten Markennamen
nicht genannt und bestimmte Produkte nicht öffentlich beschuldigt werden.
Wenn sich nach längerer Zeit bestimmte Produkte als „schuldig“
herausstellen, sollte dies der IGZAB natürlich gemeldet werden.
Dem Ziel der IGZAB kann man sich nur nähern, wenn auch Experimente
durchgeführt werden und Ergebnisse, erfolgreich oder nicht, zurückgemeldet
werden.

Mein Einsatz endet hier. Ich werde mich am Forum nicht beteiligen und aus
Zeitmangel schon gar nicht auf individuelle E-Mails antworten, da
Ferndiagnosen gerade auf unserem komplizierten Gebiet unmöglich wären. Nach
Umsetzung meiner Anregungen sind weitere Klärungen nur mit Experten zu
erreichen. Was ich bisher erarbeitet habe muss reichen.
Habt bitte Verständnis dafür, dass ich weiterhin anonym bleiben muss. Das
hat nach meinem Leserbrief von 2002 funktioniert und es soll auch so
bleiben. Ich danke Elmar für die strikte Einhaltung des Datenschutzes.
Außerdem bitte ich euch, Elmar als Vermittler zu verschonen.
Damit der BT bald beseitigt wird und meine Mühe nicht vergeblich war,
wünsche ich euch maximalen Erfolg!

Es empfiehlt sich freundlich

Ergo